Magazine kommen aus der Krise

13. Januar 2011, 9:20 Uhr | Archiv

Die wirtschaftlich in den letzten Jahren schwer getroffene US-Medienindustrie hat ihre Krise noch nicht ganz verdaut. Anders als etwa in Deutschland leiden besonders die Herausgeber von Publikumszeitschriften nach wie vor an den Folgen der bereits dreijährigen Werbeflaute.

(Foto: pixelio.de, Rainer Sturm)

Allerdings hat der wieder auferstandene US-Autosektor den Magazinen zu einer Stabilisierung der Erlöse verholfen. Der erhoffte Aufschwung von der Wirtschaftskrise gestaltet sich jedoch zäh. Die Zahl der Anzeigenseiten ist gegenüber dem schwierigen Jahr 2009 sogar weiter geschrumpft: Vor einem Jahr musste die Magazinbranche den kräftigsten Dämpfer in ihrer Werbekrise hinnehmen, als sie etwa ein Viertel der Werbeseiten verlor. Nunmehr hat der wirtschaftliche Aufschwung zwar auch die Zeitschriftenverlage erreicht. Er ließ die Erlöse um 3,1 Prozent auf rund 20 Milliarden Dollar erstmals seit 2007 wieder klettern – allerdings auf weniger Seiten. Wie das Publishers Information Bureau (PIB) aufzeigt, ist deren Zahl um 0,1 Prozent auf 169.634 weiter gesunken.

Die Autobranche hat mit rund 1,33 Milliarden Dollar ca. 21,9 Prozent mehr Geld in Magazine gepumpt als noch 2009, konnte den Seitenrückgang anderer Sektoren aber nicht ausgleichen. Neben den wirtschaftlichen Turbulenzen macht dem gesamten Print-Segment der nach wie vor starke Vormarsch des Internets zu schaffen. Allerdings geht das PIB dennoch davon aus, dass etwa die für Magazine wichtigen Autohersteller weiterhin in Zeitschriften investieren werden, da sie neben dem Web als einflussreichste Informationsquelle für Marken gelten – besonders unmittelbar vor Kaufentscheidungen.

Was meinen Sie zu dem Thema? Tauschen Sie sich über die Kommentarfunktion mit unseren anderen Lesern aus. Zudem können Sie sich täglich über unsere Facebook-Seite auf dem neuesten Stand halten oder dort unsere Beiträge kommentieren.

(Daniel Schürmann | Quelle: pressetext.de)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

0 Kommentare


Was meinen Sie zu diesem Thema?

Wir freuen uns über Ihren Kommentar.

Schreibe einen Kommentar

* Pflichtangaben; Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
 

Copyright

Copyright 2015 Bernd Zipper, zipcon consulting GmbH

Archiv