Superrechner spielen gegen Menschen

17. Januar 2011, 9:31 Uhr | Archiv

Schach war gestern, denn jetzt macht ein IBM-Superrechner Menschen bei der beliebten amerikanischen TV-Quizshow „Jeopardy!“ Konkurrenz. Mitte Februar kommt es zum offiziellen Showdown, dass sich die Gegenspieler warm anziehen müssen, hat „Watson“ jetzt bewiesen. Denn in einem Probelauf konnte der Supercomputer zwei erfolgreiche Jeopardy!-Kandidaten klar schlagen.

IBM Watson (Quelle: ibm.com)

Ob Watson auch beim offiziellen TV-Wettkampf gegen die Trivia-Konkurrenten triumphieren wird, bleibt zwar abzuwarten. Schon der gelungene Test ist freilich ein erster Erfolg für IBM. Denn damit ist zeigt, dass der Superrechner tatsächlich in normaler Sprache gestellte und somit nicht vollkommen präzise Fragen analysieren und sinnvoll beantworten kann.

Der eigentliche Wettbewerb zwischen Watson und den beiden Millionengewinnern Ken Jennings und Brad Rutter wird in den nächsten Tagen aufgezeichnet und vom 14. bis 16. Februar im US-TV ausgestrahlt. Als Vorgeschmack darauf hat IBM Research in der Nacht auf heute, Freitag, in seinem Hauptquartier im Rahmen einer Presseveranstaltung eine kurze Testrunde veranstaltet. Dabei konnte der Computer die Konkurrenten und die Besucher von seinen Quiz-Qualitäten überzeugen. Mit einem erspielten Preisgeld von 4.400 Dollar lag er vor Jennings (3.400 Dollar) und Rutter (1.200 Dollar).

Für IBM ist Jeopardy! ein idealer Kandidat zu zeigen, welche Fortschritte Computer beim Umgang mit natürlicher Sprache gemacht haben. Denn das Erfolgsformat setzt auf Vorgaben in Form von Antworten, zu denen die Kandidaten ihre Lösung in Form einer Frage formulieren müssen. Dazu müssen Watsons Algorithmen auch mit den Ungenauigkeiten und Feinheiten der Sprache klarkommen. Zudem darf jener Teilnehmer seine Frage stellen, der als erster seinen Buzzer betätigt. Der Superrechner muss also auch zügig zu einer Lösung kommen, in die er auseichend große Zuversicht setzt.

Bei Watson setzt IBM auf Algorithmen, die im Rahmen des Projekts „DeepQA“ entwickelt wurden. Ziel ist es, dass reale Computer ähnlich wie Science-Fiction-Vorbilder in ganz normaler Sprache gestellte Fragen möglichst präzise beantworten können. Das Anwendungspotenzial ist laut Unternehmen gewaltig. Anlässlich des Jeopardy!-Testlaufs verwies es unter anderem auf diagnostische Hilfestellungen im Gesundheitswesen, technische Helpdesks sowie Business Intelligence als mögliche Einsatzgebiete.

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(Daniel Schürmann | Quelle: pressetext.de)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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