.wwf: Umweltfreundliches Dateiformat

18. Januar 2011, 8:51 Uhr | Archiv

Die kürzlich gestartete Version des grünen Dateiformats (für Mac und Windows) der Umweltorganisation WWF soll helfen, Papier zu sparen und Kosten einzudämmen. Das .wwf –ist ein PDF, das sich nicht mehr ausdrucken lässt . Ein entsprechendes Programm welches einen virtuellen Drucker in das System einbindet, steht nun zum kostenlosen Download bereit.

Quelle: Pixelio.de // Fotograf: Rainer Sturm

Gründe für das .wwf-Format könnte sein, Kosten zu senken und Umweltbelastungen zu reduzieren. Ein Dauerthema, das in vielen Firmen besonders deutlich wurde: die zunehmende Papierflut. Sechs Prozent aller Ausdrucke am Arbeitsplatz landen ungelesen im Papierkorb. Eine Ressourcenverschwendung, die nicht nur 500.000 Bäumen das Leben kostet, sondern laut Eurostat eine Energiemenge von zehn Milliarden Kilowattstunden kostet und die Umwelt mit mehr als 655.000 Tonnen CO2-Emissionen belastet. Doch was gibt es für Ansätze gegen die nicht enden wollende Papierflut in deutschen Büros.

Unter dem Motto „“Save as WWF – Save a Tree““ haben der WWF Deutschland und die Werbeagentur Jung von Matt gemeinsam ein neues grünes Dateiformat entwickelt: das .wwf – ein PDF, das sich nicht mehr ausdrucken lässt und sich um die ganze Welt verbreiten soll. Das einfach zu installierende Programm steht zum Download zur Verfügung (siehe Link oben) und soll möglichst viele zum Mitmachen bewegen: von Einzelpersonen über Unternehmen bis zu Organisationen.

Das Prinzip ist simpel: Jedes Dokument, das im neuen WWF-Format abgespeichert wird, lässt sich in diesem Format nicht mehr ausdrucken. Das spart Geld und schützt die Bäume. Um ein WWF zu erstellen, lädt man sich kostenlos das Programm eine Art Druckertreiber –unter www.saveaswwf.com herunter und installiert es auf seinem Computer. Lesen kann das WWF jedes herkömmliche PDF-Programm. Und mit jedem gespeicherten WWF, jedem per E-Mail verschickten WWF und jedem „save-as-wwf“-Button auf Websites verbreitet sich das WWF immer weiter um die ganze Welt. Das WWF-Format soll dabei auch für die Archivierung von großen Textdokumenten eingesetzt werden –- nützlich besonders für Nachrichten-Plattformen. Auch seitenlange Handbücher oder Kataloge bleiben so auf dem Monitor statt im Drucker. Das WWF-Format eignet sich gleichermaßen für Unternehmen, Organisationen, Institutionen, aber auch Privatpersonen, nach dem Motto „Jeder kleine Schritt zählt“. Die Kampagne ist viral konzipiert: jedes WWF-File enthält auf der letzten Seite eine Kampagnensite, die die Mission transportiert.

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(Daniel Schürmann | Quelle: saveaswwf.com, saveaswwf@Facebook)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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