Machtverlust durch Social Media?

20. Januar 2011, 9:45 Uhr | Archiv

Führungskräfte in Unternehmen scheuen sich noch davor, ihre Unternehmen für die modernen Kommunikationsformen des Web 2.0 zu öffnen, berichtet pressetext und beruft sich auf den Beitrag eines Unternehmensberaters im Harvard Business Manager.

Bildquelle: Pixelio // Fotograf: Rainer Sturm

„Leider blockieren Manager aber noch immer aus Angst vor Veränderung und Machtverlust den Weg zum Unternehmen 2.0. Sie verzögern und zensieren interne Foren und Blogs. Öffentliche Äußerungen im Internet kontrollieren sie über Verschwiegenheitsklauseln und Zugänge zu Facebook, Twitter oder Xing sperren sie sogar ganz. Sie verharren in alten Verhaltensmustern, statt Kommunikation zu fördern und in die richtigen Bahnen zu lenken. Sie lassen die Chance ungenutzt, die Koordination im Unternehmen erheblich zu verbessern“, so Hengl in seinem Artikel.

Vielen Managern würde es zudem schwerfallen, mit der Entwicklung Schritt zu halten. Ihnen wird schmerzlich bewusst, dass die Kompetenzlücken im Unternehmen eher größer als kleiner werden. Auch wenn Wikileaks, Facebook und Co derzeit polarisieren, werde sich das neue Paradigma der Social Media durchsetzen, weil die Vorteile überwiegen. Es ist nur eine Frage der Zeit. In Deutschland dauert es wohl etwas länger, da man hierzulande Konservativer sei.

Um im globalen Wettbewerb der Ideen bestehen zu wollen, brauchen Deutschlands Firmen in jedem Fall neue Strukturen. Ansonsten schmilzt der internationale Vorsprung dahin. „In vielen Unternehmen ähneln das Ideen- und Innovationsmanagement mittlerweile einem bürokratischen Monster. Es gibt genaue Vorschriften, wie Ideenformulare auszufüllen und Ideen zu begründen sind, welchen potentiellen Ertrag sie in drei Jahren bringen müssen und wie sie umzusetzen sind“, berichtet zum Beispiel ein ehemalige Polizeikommissar.

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(Daniel Schürmann | Quelle: pressetext.de)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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