Unternehmen in sozialen Netzwerken

4. Februar 2011, 8:48 Uhr | Archiv

Interaktive Social-Media-Tools wie Facebook und Twitter werden heute von immer mehr Unternehmen genutzt – fristen jedoch großteils ein unbetreutes Dasein. Zu dem Fazit kommt eine aktuelle Erhebung der Beratungsgesellschaft A.T. Kearney für die Facebook-Repräsentanzen der 50 weltweit stärksten Marken untersucht wurden.

Quelle: www.dynamicbooks.com

Das Ergebnis der Erhebung ist ernüchternd: Interaktive Möglichkeiten des Social Webs bleiben oft ungenutzt. Dabei ist der Handlungsbedarf in den Unternehmen groß. Denn wie die Untersuchung herausfand, blieben im November und Dezember mehr als 89 Prozent aller neuen Nutzer-Einträge auf den entsprechenden Facebook-Seiten führender Marken unbeantwortet. Die Seiten sind also vorhanden, werden aber von den Unternehmen nicht genutzt und/oder betreut. Das schädigt auf Dauer der Marke.

Größte Fehlannahme ist demnach, dass Unternehmen davon ausgehen, dass Facebook und Co Selbstläufer sind. Doch das Gegenteil sei der Fall. Durch cleveres Kommunizieren können User an Marken gebunden werden. Auch ist es möglich, die öffentliche Wahrnehmung über Produkte gezielt zu beeinflussen. Dafür müssten Unternehmen aber etwas tun. Zugleich fürchten anscheinend viele Unternehmen das Feedback der Nutzer und den damit verbundenen Kontrollverlust.

Die Experten von A.T. Kearney konnten auch feststellen, dass mit einer Ausnahme alle Top-Marken ihre Pinnwand mit einem Filter versehen hatten. Dabei sind Social-Media-Tools nicht als Einbahnstraße zu verstehen. Im Untersuchungszeitraum waren fünf der Top-Marken auf Facebook überhaupt nicht präsent – von den weiteren 45 wurden 89 Prozent aller Nutzer-Einträge nicht beantwortet. Insgesamt sind 1.000 Facebook-Einträge und fast 61.000 Antworten analysiert worden. Traurige Bilanz: Nur elf Firmen beantworteten mehr als ein Posting. In 15 Prozent der Antworten wurden die Nutzer zum Dialog animiert und in 17 Prozent der Antworten mit Namen angeschrieben. Sieben der untersuchten Top-Marken haben ihre Pinnwand so eingestellt, dass nur das Unternehmen darauf posten kann, nicht aber die Nutzer. Sie haben nur die Option, auf Einträge des Unternehmens zu antworten.

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(Daniel Schürmann | Quelle: pressetext.de)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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