Klassische Internetdienste verlieren

8. Februar 2011, 9:16 Uhr | Archiv

Die rasche Evolution der Online-Kommunikation hat so manches Internet-Unternehmen der ersten Stunde überrumpelt. Web-Pioniere sind im Kampf mit den technologischen Fortschritten der Konkurrenz häufig unterlegen. Sie entwickelt nicht nur das Angebot weiter, sondern auch das Kommunikationsverhalten der User.

Quelle: www.dynamicbooks.com

Die User verabschieden sich beispielsweise immer mehr vom Klassiker E-Mail, wie jüngste Daten der Marktforscher von comScore unterstreichen. Insbesondere den Anbietern von traditionellen Webmail-Lösungen machen schwindende Nutzerzahlen zu schaffen.

Neue Medienkanäle und modernere Technologien haben den Anwendern eine stets wachsende Zahl an zumeist internetbasierten Optionen gebracht, miteinander zu kommunizieren. Der Vormarsch der Social Networks, aber auch Instant Messaging, Internet-Telefonie oder SMS torpedieren die Nutzerstatistiken der oft rein auf E-Mails ausgerichteten Websites. Mit Smartphones und Tablets sowie der damit beliebter werdenden Mobile Mail, die ohne Browser auskommt, haben die Webmail-Provider einen weiteren schwergewichtigen Konkurrenten bekommen. Dabei sind sie und ihre Werbeerlöse von Klickraten und Userzahlen abhängig.

Innerhalb des vergangenen Jahres sind die Besuche bei webbasierten E-Mail-Anbietern aber weiter zurückgegangen. comScore zufolge haben sie etwa in den USA im November um sechs Prozent auf nur mehr gut 153 Millionen abgenommen. Dadurch verbringen die Nutzer deutlich weniger Zeit (minus neun Prozent) und sorgen für eine wesentlich geringere Zahl an Seitenaufrufen (minus 15 Prozent) bei den Providern. Dem entgegen haben die Mobile-Mail-User um 36 Prozent auf über 70 Millionen zugelegt. Sie checken ihre Nachrichten vorzugsweise auf mobilen Geräten, ohne die Webmail-Anbieter im Browser aufzusuchen.

Besonders die nächste Generation der Web-Anwender verzichtet teilweise bereits gänzlich auf das Medium E-Mail. Sie unterhält sich vorzugsweise in Social Networks oder per SMS. Die Zwölf- bis 17-Jährigen haben für ein Viertel weniger Besuche bei den Webmail-Providern gesorgt. Bei der Vielzahl an verfügbaren Kommunikationskanälen ist das E-Mail nicht mehr ihre erste Wahl. Was meinen Sie zu dem Thema? Tauschen Sie sich über die Kommentarfunktion mit unseren anderen Lesern aus. Zudem können Sie sich täglich über unsere Facebook-Seite auf dem neuesten Stand halten oder dort unsere Beiträge kommentieren.

(Daniel Schürmann | Quelle: pressetext.de)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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