Verbesserte Smartphone-Kameras

14. Februar 2011, 9:49 Uhr | Archiv

Das Start-up Pelican Imaging hat einen Prototypen vorgestellt, der die Handy-Fotografie revolutionieren soll. Statt mit einem einzelnen großen Bildsensor auf Megapixel-Jagd zu gehen, setzt das Unternehmen auf eine Anordnung von fünf mal fünf Mikrolinsen.

Konzept von Pelican Imaging (Quelle: pelicanimaging.com)

Mithilfe spezieller Softwarealgorithmen für die Bildrekonstruktion verspricht das bessere Aufnahmen, als sie mit herkömmlichen Handykameras möglich sind. Unter anderem wird es möglich, Fotos noch nach der Aufnahme scharf zu stellen. Kameramodule für Smartphones bieten zwar immer höhere Auflösungen – erst kürzlich hat Sony einen 16 Megapixel-Sensor angekündigt. Doch statt auf immer größere Pixelzahlen zu setzen, will Pelican bewusst einen anderen Weg gehen, der mehr Vorteile bringen soll als eine reine Megapixel-Jagd. „Wir verändern, wie die Kamera Licht einfängt und ermöglichen den Modulen, viel mehr Rohdaten zu sammeln. Man kann viel mit den Daten anfangen, die von unserer Software verarbeitet werden“, so Unternehmens-CEO Aman Jabbi gegenüber GigaOm.

Pelican will dadurch nicht einfach nur das dünnste hochauflösende Kameramodul für Smartphones und Tablets realisieren. Vom Ansatz der 25-Mikrolinsen-Anordnung soll die Bildqualität von Fotos und Videos nicht zuletzt bei schlechten Beleuchtungsverhältnissen profitieren. Dem Unternehmen zufolge liefert die Technologie auch 3D-Tiefeninformation und ermöglicht eine bessere Umsetzung von Anwendungen wie Gestensteuerung. Außerdem verspricht das System Nutzern die Möglichkeit, das Bild nach der Aufnahme zu manipulieren.

Technisch gesehen handelt es sich beim Pelican-Modul offenbar um eine kompakte Umsetzung einer plenoptischen bzw. Lichtfeld-Kamera. Solche Systeme liefern nicht einfach ein zweidimensionales Abbild einer Szene, sondern zusätzlich auch Richtungsinformationen. Diese Technologie ist auch im Bereich größerer Digitalkameras bislang nicht weit verbreitet, wenngleich beispielsweise das Unternehmen Raytrix bereits kommerzielle Modelle anbietet. Wann Endkunden erstmals Smartphones oder Tablets mit einem kompakten Pelican-Modul in Händen halten werden, ist dagegen offen. Das Unternehmen hat noch keine Angaben dazu gemacht, wann die Module Geräteherstellern zur Verfügung stehen werden. Was den Preis betrifft, gibt sich das Start-up ebenfalls bedeckt, wenngleich es von einer kosteneffizienten Lösung spricht.

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(Daniel Schürmann | Quelle: pressetext.de)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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