Europaweite Datenflatrate vorgestellt

17. Februar 2011, 9:25 Uhr | Archiv

Mit der ersten EU-weiten Flatrate für Datenroaming macht die deutsche Telekom auf dem Mobile World Congress in Barcelona auf sich aufmerksam. Sie will bereits in den nächsten Monaten ein neues Tarifsystem einführen, das für Kunden den Webzugang im EU-Ausland per Notebook oder Mobiltelefon billiger und übersichtlicher macht.

Wie auch andere Anbieter will die Telekom bald Angebote für die virtuelle Geldbörse im Handy liefern, zudem wird das mobile Internet schneller. Das Tarifmodell „Travel & Surf“, das die Telekom in Deutschland ab März und bei den europäischen Tochtergesellschaften ab Juli anbietet, beruht auf Vorausbezahlung. Per Internet oder SMS können Kunden Tages- oder Wochenpässe zum Surfen im EU-Ausland kaufen. Der günstigste Tarif beginnt bei 1,95 Euro pro Tag für 10 MB bzw. 14,95 Euro für eine Wochen-Flatrate, wobei letztere bei Überschreitung eines Limits die Geschwindigkeit drosselt statt das Datenvolumen zu beschränken.

Wettbewerbsvorteile erhofft sich die Telekom auch durch das „Mobile Wallet“, die Nutzung des Smartphones als elektronische Geldbörse. Noch 2011 sollen Telekom-Kunden den Dienst nutzen können, gab der Kommunikationsriese kürzlich bekannt. Künftig solle man dabei das Handy nur mehr an ein Lesegerät halten, um etwa Waren oder Tickets zu bezahlen.

„Das Mobile Wallet ist eine auf dem Gerät installierte Applikation“, so die Telekom. Voraussetzung für die Nutzung ist, dass das Gerät Near Field Communication (NFC) unterstützt. Doch auch im Handel müssen entsprechende Terminals vorhanden sein. Mit einer relevanten Verbreitung rechnet man für 2012.

Auf 4G-Standard will die Telekom in mehreren Schritten kommen. Mobile Bandbreiten von bis zu 42 MBit/s sollen zumindest in Deutschland, Österreich und den USA noch 2011 möglich sein, was einer Verdoppelung entspricht. Technisch setzt man dabei in erster Linie auf HSPA+, jedoch sollen auch LTE und WLAN-Hotspots ausgebaut werden. Kunden können laut Telekom-Vorstand Ed Kozel künftig immer „automatisch die schnellste gerade verfügbare Verbindung nutzen“. Dabei werde nebensächlich, auf welcher Technologie diese gerade basiere.

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(Johannes Pernsteiner/Daniel Schürmann | Quelle: pressetext.de)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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