Neue Materialien für günstige OLEDs

17. Februar 2011, 8:21 Uhr | Archiv

OLED-Bildschirme und Lampen sind heute noch relativ teuer in der Herstellung. Das ist auch der Grund, wieso sich die neuen selbstleuchtenden Stoffe noch nicht bei großen Bildschirmdiagonalen durchgesetzt haben. Nun sollen neue phosphoreszierende Stoffe die Herstellung günstigerer OLED-Produkte ermöglichen.

(Foto: Marcin Szczepanski, UMich)

Die neuen, rein organischen Stoffe wurden von US-Wissenschaftlern an der Universität Michigan entwickelt. Sie könnten in Zukunft sowohl in OLED-Displays wie auch Lampen zum Einsatz kommen, so das Forschungsteam um Onas Bolton im englischen Fachmagazin „Nature Chemistry„. Ihnen sei es gelungen, schreiben die Forscher in ihrer Abhandlung, selbstleuchtende Stoffe herzustellen, die auf organischen Materialien basieren. Bei den neuen Stoffen handelt es sich um Kristalle, die unter sichtbarem Licht weiß aussehen.

Sobald diese Kristalle aber durch Licht im ultravioletten, also für Menschen nicht mehr sichtbaren Bereich angeregt werden, beginnen sie in verschiedenen Farben zu leuchten. Dazu zählen blau, gelb, orange und grün. Die Farbe hänge von der chemischen Zusammensetzung an, berichtet golem.de in seinem Beitrag zum Thema.

Die Forscher schreiben weiter, dass man die ersten Materialien schaffen konnte, die in bedeutendem Maße von selbst leuchten. Sie könnten zudem mit den heute hauptsächlich eingesetzten organometallischen (organisch-metallischen) Verbindungen verglichen werden – vor allem in Bezug auf Farbdarstellung und Helligkeit. Ein großer Vorteil der neuen Stoffe ist, dass man keine teuren Edelmetalle mehr bei der Herstellung benötigt. Die neuen Kristalle bestehen nur aus Kohlen- und Sauerstoff, sowie Chlor und dem Halogen Brom.

Wann es zur ersten kommerziellen Nutzung kommt, steht derzeit noch in den Sternen. Die Entwicklung befinde sich erst am Anfang, so das Forscherteam. Was meinen Sie zu dem Thema? Tauschen Sie sich über die Kommentarfunktion mit unseren anderen Lesern aus. Zudem können Sie sich täglich über unsere Facebook-Seite auf dem neuesten Stand halten oder dort unsere Beiträge kommentieren.

(Daniel Schürmann | Quelle: golem.de)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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