High-Tech-Exporte steigen deutlich

18. Februar 2011, 9:54 Uhr | Archiv

Die Hersteller von Informations- und Kommunikationstechnik in Deutschland haben ihre Exporte im Jahr 2010 um 18 Prozent auf 30,3 Milliarden Euro gesteigert. Zu diesem Schluss kommt der Hightech-Verband Bitkom, der die Zahlen vorstellte. Damit stellte man klar, dass High-Tech aus Deutschland auch International gefragt ist.

Quelle: Pixelio // Fotograf: Oleg Rosental

Im Krisenjahr 2009 waren die Ausfuhren von ITK-Waren noch um 23 Prozent eingebrochen. Im Laufe des Jahres 2010 erholte sich das Export-Geschäft wieder. Den stärksten Zuwachs erzielten die Produzenten von Kommunikationstechnik wie Telefonapparaten oder Netzwerken mit plus 35 Prozent auf 10,4 Milliarden Euro. Die Ausfuhren von IT-Hardware (Computer, Drucker, Zubehör etc.) legten im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent auf 14,4 Milliarden Euro zu. Die Exporte von Unterhaltungselektronik sind um 5 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro gestiegen.

Der Bitkom rechnet damit, dass die Exporte im Jahr 2011 wieder das Vorkrisenniveau erreichen werden. Größter Abnehmer deutscher ITK-Produkte ist Großbritannien mit einem Volumen von 2,7 Milliarden Euro im Jahr 2010 (plus 4 Prozent), dicht gefolgt von Frankreich mit 2,6 Milliarden Euro (plus 17 Prozent). Danach folgen die Niederlande mit einem kräftigen Zuwachs um 23 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro und Italien mit plus 16 Prozent auf 1,8 Milliarden Euro. Auf Platz fünf liegt Österreich mit plus 8 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Daneben haben Käufer in den USA mit einem Volumen von 1,3 Milliarden Euro eine hohe Bedeutung.

Einen starken Anstieg verzeichneten auch die Einfuhren von Hightech-Produkten. Im Jahr 2010 wurden ITK-Waren im Wert von 47 Milliarden Euro importiert. Das entspricht einem Zuwachs um 22 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Damit liegen die Einfuhren heute bereits auf dem Niveau vor der Krise. Im Jahr 2009 ging das Einfuhrvolumen um 18 Prozent auf 38,6 Milliarden Euro zurück. Mit weitem Abstand größter Lieferant von Hightech-Produkten ist China. Aus China sind im Jahr 2010 ITK-Waren im Wert von 18,9 Milliarden Euro eingeführt worden. Das Plus beträgt 35,5 Prozent. Platz zwei belegt Korea mit einem Einfuhrvolumen von 2,8 Milliarden Euro (plus 11 Prozent), gefolgt von den Niederlanden mit 2,6 Milliarden Euro (plus 2 Prozent). Die USA – mit 2 Milliarden Euro Importvolumen auf Platz fünf – lieferten als einziges Land unter den Top-10 überraschend 3 Prozent weniger ITK-Güter nach Deutschland.

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(Daniel Schürmann | Quelle: bitkom.org)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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