Adobes Digital Publishing Suite ist fertig

8. März 2011, 8:21 Uhr | Archiv

Adobe hat vor wenigen Stunden die finale erste Version seiner Digital Publishing Suite veröffentlicht. Damit bietet man Verlagen die Möglichkeit, Magazine, Zeitschriften und Zeitungen unter Einbeziehung der Tabletfähigkeiten auf dem iPad, WebOS RIMs PlayBook oder Android-Tablets zu publizieren. Doch die Preise sind happig.

Adobe Digital Magazine Solution (Quelle: YouTube Video)

Funktionen und Möglichkeiten
Mit der Digital Publishing Suite erhalten Verlage ein Set von schlüsselfertigen gehosteten Diensten und Viewer-Technologien, mit dem sie digitale Inhalte erstellen, veröffentlichen, optimieren und vertreiben können – sowohl direkt an ihre Kunden als auch über Händler oder mobile Marktplätze. Auf der Adobe Creative Suite und Adobe InDesign CS5 aufbauend, ermöglicht die Digital Publishing Suite die Gestaltung und Ausgabe innovativer und individuell gebrandeter Leseerlebnisse, gepaart mit flexiblen Vermarktungsmodellen und Unterstützung für Analysen und Auswertungen. Durch das Zusammenspiel von InDesign CS5, PDF, HTML5 und der Digital Publishing Suite können Verlage sowohl feste als auch anpassbare Layouts erstellen, die neuen interaktiven Möglichkeiten direkt nativ in InDesign nutzen, ihre digitalen Ausgaben verteilen und vermarkten sowie gleichzeitig redaktionelle Inhalte und Werbung im Rahmen eines vollständigen End-to-End-Workflows für Digital Publishing optimieren.

Dienste und Programme
Die Digital Publishing Suite umfasst verschiedene Enterprise-Dienste und Viewer-Technologien: Die Digital Publishing Suite wird den Adobe Content Viewer für iOS und Adobe AIR unterstützen, der jeweils individuell gebrandet werden kann. Hierdurch lassen sich überzeugende Leseerlebnisse auf Tablet-Geräten wie dem Blackberry PlayBook, Samsung Galaxy, Apple iPad und vielen, bald auf den Markt kommenden Android-basierten Geräten kreiern. Innovative Navigationsfunktionen wie beispielsweise der herausgezoomte Blättern-Modus und der Zugang zur zweiachsigen Navigation geben Lesern die Möglichkeit, Inhalte auf neue und aufregende Art und Weise zu konsumieren.

Verfügbarkeit und Preise
Die Digital Publishing Suite ist seit gestern verfügbar – derzeit nur als Enterprise Edition. Eine Professional-Variante soll folgen. Die Professional Edition soll eine Art Dienst darstellen, die Verlage nutzen können, wenn sie „sofort“ auf Tablet-Geräte publizieren wollen. Es könnte sich also um einen Dienst von Adobe handeln, der bestehende Layouts umwandelt und direkt in eine App schreibt. Diese Version soll im zweiten Quartal (April bis Juni 2011) folgen.

Zu den Preisen äußert sich Adobe in seiner Ankündigung nicht konkret. Die deutschsprachige Seite nennt allerdings die Preise für die Professional Edition (die Enterprise Edition dürfte noch teurer werden): Die Gebühr zur Nutzung beläuft sich auf 699 US-Dollar pro Monat plus einer Gebühr pro Ausgabe. Die Gebühr errechnet sich durch
Bereitstellung von Anwendungen auf verschiedenen Märkten und Geräten sowie dem Verkauf von Inhalten auf Grundlage einer Ausgabe, mehrerer Ausgaben oder per Abonnement und den Zugriff auf gebrauchsfertige Analysekonsolen auf Basis von Adobe SiteCatalyst und Omniture. Bei einer Bezahlung auf Transaktionsbasis soll die Gebühr pro Ausgabe bei 30 US-Cent liegen, bei 50.000 Downloads 0,25 US-Cent (und einer Vorauszahlung von 12.500 US-Dollar) und zuletzt bei 250.000 Downloads 0,17 US-Cent und einer Vorauszahlung von 42.500 US-Dollar.

Da ist die Konkurrenz aus dem Hause Quark sowie WoodWing deutlich günstiger. Weitere Informationen über die Digital Publishing Suite stehen hier sowie im Digital Publishing Blog unter zur Verfügung. Auf Twitter kann man dem Digital Publishing-Team zudem folgen. Eine Vorabversion der Digital Publishing-Technologie-Erweiterungen für InDesign CS5 steht in den Adobe Labs unter zur Verfügung.

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(Daniel Schürmann | Quelle: Adobe Ankündigung)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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