Schneller lernen mit Computer und Internet

9. März 2011, 9:47 Uhr | Archiv

Der Einsatz digitaler Medien in der Schule verbessert den Unterricht. Das haben repräsentative Umfragen unter 1.000 Lehrern und Schülern im Auftrag des Bitkom ergeben. Danach sind 79 Prozent der befragten Lehrkräfte davon überzeugt, dass ihre Schüler schneller lernen, wenn sie im Unterricht mit Computer und Internet arbeiten.

Quelle: www.dynamicbooks.com

Drei Viertel beobachten, dass die Schüler durch den Medieneinsatz motivierter sind. 77 Prozent der Lehrer sagen, dass sie durch PC und Internet individueller auf die einzelnen Schüler eingehen können. Zusammenfassend kommt man zum Schluss, dass Computer und Internet nützlich, aber in Schulen die Voraussetzungen meist nicht ideal sind. Bisher werden digitale Medien in der Schule noch zu selten genutzt. Nur 15 Prozent der Schüler in Deutschland arbeiten im Unterricht täglich mit dem PC, weitere 41 Prozent ein oder mehrmals in der Woche. 43 Prozent der Schüler nutzen den PC seltener als wöchentlich oder gar nicht im Unterricht.

Voraussetzung für eine intensivere Nutzung digitaler Medien in den Schulen ist eine bessere Ausstattung. So sollten nach Ansicht des Bitkom innerhalb der nächsten drei Jahre alle Klassenräume in Deutschland mit breitbandigen, möglichst drahtlosen Internetzugängen ausgestattet sein. Whiteboards, interaktive Tafeln mit Internetzugang, müssten ebenfalls flächendeckend eingeführt werden. Daneben benötigen die Schulen ausreichend Lizenzen für Lernsoftware. Dafür sei ein Finanzierungskonzept notwendig, das die Eltern einbezieht, aber Schülern aus sozial schwachen Familien nicht zurück lässt.

Neben einer besseren Ausstattung müssten die Schulbehörden der zuständigen Bundesländer Strategien für den Einsatz neuer Medien entwickeln. Notwendig sei in diesem Zusammenhang eine bessere Zusammenarbeit der Bundesländer, zum Beispiel in einem internen Netzwerk. Innerhalb dieses Netzes könnten die Schulen Erfahrungen austauschen, Lehrmaterialien teilen und gemeinsam neue Geräte oder Software anschaffen.

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(Daniel Schürmann | Quelle: bitkom.org)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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