IT-Sicherheit verstärkt als Dienstleistung

10. März 2011, 9:12 Uhr | Archiv

IT- und Internet-Sicherheit werden immer häufiger als Service aus dem Netz bezogen. Schon jeder dritte User setzt ein Sicherheitspaket seines Internet-Dienstleisters ein, so eine neue Umfrage des Bitkom. Meist bieten Service-Provider solche Dienste an, je nach Produkt gegen einen kleinen Aufpreis.

Quelle: Pixelio // Fotograf: Oleg Rosental

Der Trend geht zu Security-as-a-Service, erklärt der Bitkom in einer neuen Meldung. IT-Anbieter integrieren zudem Sicherheit-Features direkt in bestehende Produkte: Bei neuen Betriebssystemen werden Virenschutz und Firewall den Käufern kostenlos mit angeboten. Das nimmt jeder dritte Kunde an. Insgesamt nutzen fast drei Viertel aller Internet-Nutzer ein Virenschutzprogramm und über 70 Prozent eine Firewall, die den Datenverkehr eines Rechners mit der Außenwelt auf Sicherheitsprobleme hin kontrolliert. Jeder Fünfte surft hingegen ohne Virenschutzprogramm und Firewall.

Laut Bitkom tun auch viele Unternehmen noch immer zu wenig für ihre IT-Sicherheit. Nach einer KPMG-Studie verzeichnete über die Hälfte aller Unternehmen, die 2010 Opfer von Wirtschaftskriminalität wurden, Schäden durch ITK-Kriminalität. 2006 lag der Wert noch bei 23 Prozent.

Privatnutzer sind von Internet-Kriminalität stärker betroffen als Unternehmen: Über 70 Prozent aller Deutschen über 14 Jahre nutzen das Web, mehr als jeder zweite von ihnen (54 Prozent) hat bereits Erfahrungen mit kriminellen Vorfällen im Netz gesammelt. Bei fast 40 Prozent war der Rechner mit Viren befallen. Jeder Achte (6 Millionen) ist bei Einkäufen, Verkäufen und Auktionen im Web von ihrem Geschäftspartner betrogen worden. Jeder sechste User (8 Millionen) gab an, dass persönliche Daten ausgespäht wurden. Häufigstes Angriffsziel sind derzeit die Zugangsdaten für Internet-Shops und Communitys. Im vergangenen Jahr waren rund 30 Millionen Deutsche ab 14 Jahren Mitglied in mindestens einer Internet-Gemeinschaft.

Entsprechend vorsichtig sind viele Menschen und verzichten aus Sicherheitsgründen auf Online-Transaktionen. Fast 40 Prozent senden vertrauliche Informationen und Dokumente per Post statt per Mail. Gut jeder Vierte (28 Prozent) verzichtet aus Sicherheitsgründen auf Online-Banking, jeder achte (13 Prozent) auf Mitgliedschaften in sozialen Netzwerken. Jeder Sechste (16 Prozent) nimmt grundsätzlich keine Online-Transaktionen vor.

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(Daniel Schürmann | Quelle: bitkom.org)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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