Microsoft: Bildschirme der Zukunft

11. März 2011, 12:58 Uhr | Archiv

Auf einer von Microsoft selbst veranstalteten Techfest-Konferenz haben Entwickler des Redmonder Software-Unternehmens Bildschirme der Zukunft präsentiert. Steve Bathiche bei Microsoft Research beschäftigte sich unter anderem mit der Frage „Was kommt nach dem Touchscreen?“. Demonstriert wurden Bildschirme mit Gestensteuerung und 3D-Bildschirme, bei denen jeder Betrachter ein anderes Bild sehen kann.

'Shadow Drawing' - (Quelle: YouTube-Video)

Zur Gestensteuerung wurde ein System vorgestellt, das über einen Projektor ein Bild auf eine reflektierende Oberfläche ausstrahlt. Das von der Oberfläche zurückgestrahlte Licht wird wieder von dem Projektor aufgefangen, sodass Objekte und Gesten, die zwischen der Oberfläche und dem Projektor stattfinden registriert werden können. Dadurch wird eine berührungslose Gestensteuerung möglich.

Ein weiterer Ansatz für die Gestensteuerung brachte ein teildurchlässiger Bildschirm, hinter den eine flache Linse und eine Kamera angebracht ist, sodass Gesten, die vor dem Bildschirm stattfinden erkannt werden können. So können Nutzer mit Inhalten auf dem Bildschirm interagieren, wobei sogar eine Interaktion auf drei Ebenen möglich ist.

Neben der Gestensteuerung war auch 3D ein großes Thema auf der Konferenz. Lichtblitze, die von unter dem LCD befindlichen Leuchtdioden ausgestrahlt werden sollen direkt auf ein Auge treffen und die Bewegungen der Augen registrieren. So werde eine Steuerung mit den Augen möglich, die für jedes Auge ein eigenes Bild erzeugt. Die Ansteuerung der Augen wird durch ein Kinect-Kamera geregelt. Durch dieses System ist es auch möglich, jedem Betrachter ein anderes Bild zu präsentieren. Tauschen zwei Personen die Plätze, wird dies von dem System erkannt, sodass die beiden Betrachter weiterhin die gleichen Bilder wie vorher sehen.

Microsoft Kinect findet auch in einem weiteren System, dem so genannten „Magic Window“ (magisches Fenster). Hier wird von der Kinect-Kamera die Position des Nutzers in Bezug auf den 3D-Bildschirm erfasst und das auf dem Display dargestellte Bild entsprechend gerendert. Bei einem Positionswechsel erfolgt ein Neu-Rendering des Bildes, sodass der Eindruck entsteht, man würde aus einem Fenster schauen. Als bidirektionales System soll es künftig gerade für Telefonkonferenzen zum Einsatz kommen. Videos, die die ganzen Systeme präsentieren, finden Sie in dem YouTube-Channel des Microsoft Research Teams.

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(Marco Schürmann | Quellen: golem.de)

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