Online-News überholen die Zeitung

17. März 2011, 8:33 Uhr | Archiv

„Pew Project“ hat gestern seinen neuen Bericht über den Effekt von mobilen Geräten auf die Medienindustrie veröffentlicht. Und der seit Jahren sich abzeichnende Trend hat seinen Höhepunk erreicht: Online-News sind bedeutender als Zeitungsnachrichten geworden. Zudem steigt auch die mobile Nutzung immer weiter an.

USA Today auf dem iPad (Quelle: ubergizmo.com)

Die neue Pew-Untersuchung zeigt, dass knapp die Hälfte aller Besitzer von mobilen Geräten wie Smartphones und Tablets diese nutzen, um von unterwegs Nachrichten zu lesen. Am gefragtesten sind dabei lokale News und Informationen. Allerdings zahlen nur rund 10 Prozent der Anwender die mobile News lesen auch dafür – insgesamt nur ein Prozent aller erwachsenen Menschen. Zugleich sagen viele dieser zahlenden Benutzer, dass sie für die angebotene Leistung nicht mehr als jetzt zahlen würden.

Die Untersuchung stützt sich auf 2251 im Januar 2011 befragte Personen. Konkret checken 42 Prozent der Tablet- und Smartphone-Besitzer das Wetter auf ihren Geräten, 37 Prozent suchen nach Kritiken zu Restaurants und lokalen Händlern. Rund 30 Prozent nutzen ihre Geräte zur Suche nach allgemeinen lokalen Meldungen. Davon gehen rund 25 Prozent auf Sportergebnisse und Verkehrsmeldungen.

Der größte Teil der mobilen Nachichtenleser gelten laut Pew zu den jungen, einflussreichen und gebildeten und kommen aus den Städten. im Bereich der 18 bis 29 Jährigen nutzen rund 70 Prozent mobile Nachrichten, in der Altersgruppe von 50 bis 64 sind es nur 33 Prozent. In Zusammenhang stehen diese Ergebnisse mit einer folgenden Beobachtung: Wer mobil das Internet für Nachrichten nutzt, hat in den meisten Fällen eine Affinität für High-Tech wie einen schnellen DSL-Zugang und nutzt zudem soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter so das Ergebnis.

Auf die Frage ob man bereit sei für lokale Nachrichten über das Internet zu zahlen, erklärten 33 Prozent, dass man bis zu 5 US-Dollar bereit wäre zu zahlen. 18 Prozent fänden 10 US-Dollar pro Monat angemessen, der weitaus größte Teil aber sieht sich nicht für Onlineinhalte zahlen. Allerdings erklärten rund 36 Prozent aller Befragten über alle Altersgruppen, dass sie für lokale News zahlen – sei es jetzt Zeitung, Fernsehen oder auf anderem Weg – 31 Prozent gehen auf lokale Zeitungen und nur ein Prozent auf entsprechende Apps zurück.

All dies zeigt, dass Bezahlinhalte über das Internet noch einen langen, steinigen und harten Weg vor sich haben. Zugleich dürfte die Zeitungsbranche große Angst vor folgender Aussage haben: 39 Prozent der Befragten meinten, dass der Wegfall von Zeitungen keinerlei Einfluss auf ihr tägliches Leben haben würde. Weitere 30 Prozent sagten, es würde kaum Auswirkungen haben.

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(Daniel Schürmann | Quelle: engadget.com)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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