Verlegerwissen: Kundenkauf am Kiosk

18. März 2011, 8:21 Uhr | Archiv

Das Online-Marktforschungsinstitut Marketagent untersuchte kürzlich in einer Studie in Österreich den Entscheidungsprozess von Konsumenten beim Zeitschriftenkauf: Fast zwei Drittel aller Befragten treffen die Titel-Auswahl spontan am POS, wählen dabei im Schnitt aus 4,6 verschiedenen Magazinen aus und das Cover ist von entscheidender Bedeutung bei dieser Wahl.

Bildquelle: Rainer Sturm / pixelio.de

Im Rahmen der Ergebnisvorstellung präsentiert Maketagent.com mit dem „Cover Check“ ein Instrument zur Optimierung der Abverkäufe vor. Die Studie hat den Bedarf an einem solchen Tool deutlich unterstrichen. Die Verkaufszahlen von Magazinen und Zeitschriften können am Kiosk eine große Schwankung aufweisen laut Zahlen von meedia.de. Bei der Zeitschrift „Stern“ wurde im Jahr 2010 eine Schwankung von 41,7 Prozent, beim „Spiegel“ von 58,4 Prozent und beim „Focus“ sogar von 140,6 Prozent beobachtet.

Die Attraktivität des Zeitschriftencovers sei ein entscheidendes Kriterium für den Abverkauf am Point of Sale, so ein Ergebnis. Häufig existieren verschiedene Gestaltungskonzepte für die Titelseite eines Magazins bis kurz vor Redaktionsschluss. Der „Cover Check“ soll bei der Auswahl der richtigen Cover-Alternative behilflich sein und soll dadurch die Abverkäufe steigern, erklärt Marketagent.com.

Die Online-Marktforschung stellt für den Cover Check das optimale Medium dar. So ist es problemlos möglich, Coversujets mittels Computer Assisted Web Interviews (CAWI) bei einer Vielzahl potentieller Käufer und Leser abzufragen. Auf Grund der Geschwindigkeit des Mediums liegen die Ergebnisse bereits binnen weniger Stunden vor – eine optimale Unterstützung im oft von Zeitdruck geprägten Redaktionsalltag.

Rund 64% der 438 im Nachbarland befragten Personen entscheiden sich beim Kauf von Zeitschriften und Magazinen erst spontan am Point of Sale, welche Lektüre schlussendlich Lese-Spaß und Information bieten soll. Knapp ein Drittel davon trifft diese Entscheidung innerhalb von nur einer Minute. Bei den Männern entscheiden sich 13 von 100 sogar in nur wenigen Sekunden welches Magazin für sie das richtige ist.

Beim Spontan-Kauf von Magazinen und Zeitschriften wird im Schnitt aus 4,6 grundsätzlich in Frage kommenden Titeln spontan am Regal ausgewählt: Bei Männern besteht dieser Pool aus etwas mehr, nämlich 4,9 Magazinen, bei Frauen aus 4,4 Titeln.

Quelle: marketagent.com

Die wichtigsten Aspekte bei der Auswahl von Zeitschriften sind interessante Themenbereiche (90% Top-2-Box), die Aktualität (81,5%) und die Titelstory (62,7%). Auf dem vierten Platz landet der Umstand, dass man das Magazin schon einmal zuvor gekauft hat (61,6%). Auf den weiteren Plätzen rangieren der Preis (61,9%), die Gestaltung des Covers (61,2%) und das Format (45,9%). Die Seitenzahl und die Druckqualität spielen hingegen nur eine eher untergeordnete Rolle.

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(Daniel Schürmann | Quelle: marketagent.com)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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