IT-Sicherheit häufig vernachlässigt

30. März 2011, 9:09 Uhr | Archiv

Kleine und mittlere Unternehmen legen zu wenig Wert auf IT-Sicherheit. Nur jedes vierte Unternehmen hat einen Notfallplan, sollten die Computersysteme ausfallen. Ähnliche wenige besitzen Sicherheitsrichtlinien und verbindliche Organisationsanweisungen zu Datenschutz und IT-Sicherheit. Drei Viertel der Mittelständler verzichten auf regelmäßige Schulungen und Informationen ihrer Mitarbeiter.

(Quelle: pixelio // Fotograf: Peter Kirchhoff)

Ein knappes Drittel (32 Prozent) hat überhaupt keine organisatorischen Maßnahmen zu Datenschutz und IT-Sicherheit getroffen. Das ergab eine Befragung der Unternehmen Datev, Sophos und SAP mit dem Hightech-Verband Bitkom im Rahmen ihrer Arbeit für den Verein „Deutschland sicher im Netz“ (DsiN). Über tausend kleine und mittlere Unternehmen in Deutschland wurden befragt, welche IT-Sicherheitsmaßnahmen sie einsetzen. Das Ergebnis: Technische Lösungen wie Virenscanner, Firewall und Spamfilter gehören mittlerweile bei KMUs zur Standardausstattung, bei der Umsetzung von IT-Sicherheit in der Unternehmensorganisation gibt es aber noch große Defizite.

Studien zeigen, wie stark die Wirtschaft bereits heute von ITK-Kriminalität betroffen ist: Mehr als die Hälfte aller Unternehmen, die 2010 Opfer von Wirtschaftskriminalität wurden, verzeichneten Schäden durch ITK-Kriminalität. 2006 lag der Wert noch bei 23 Prozent. Der durchschnittliche Schaden lag bei 300.000 Euro. Das ergab eine Studie von KPMG. Die Dunkelziffer ist jedoch hoch. Viele betroffene Unternehmen scheuen den Gang in die Öffentlichkeit, oft aus Angst vor Imageverlust.

Ins Zentrum der Cyber-Sicherheitsstrategie gehört aus Bitkom-Sicht auch die Förderung einer leistungsfähigen IT-Sicherheitsindustrie in Deutschland. Die Anbieter von IT-Sicherheitstechnologien hätten für die künftige Sicherheit Deutschlands eine ebenso hohe Bedeutung wie die Hersteller traditioneller Militärtechnik und Sicherheitssysteme.

Ein Online-Fragenkatalog dient der einfachen und schnellen Ermittlung der individuellen IT-Sicherheitslage in kleinen und mittelständischen Unternehmen. Weitere Informationen zum Check gibt es hier. Was meinen Sie zu dem Thema? Tauschen Sie sich über die Kommentarfunktion mit unseren anderen Lesern aus. Zudem können Sie sich täglich über unsere Facebook-Seite auf dem neuesten Stand halten oder dort unsere Beiträge kommentieren.

(Daniel Schürmann | Quelle: gizmodo.com)http://www.bitkom.org/de/presse/8477_67471.aspx

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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