Microsoft: Tablets nur ein Hype?

5. April 2011, 8:32 Uhr | Archiv

Es ist kein verspäteter Aprilscherz: Bei Microsoft ist man sich derzeit nicht mehr so sicher, ob Tablets aktuell nur ein Hype sind oder ob man sowohl mit Hardware wie auch entsprechender Software langfristig erfolgreich sein wird. Dennoch möchte das Unternehmen in wenigen Monaten sein neues Betriebssystem Wndows 8 speziell für Tablets optimieren.

Toshibas Folio 100 - (Quelle: pocket-lint.com)

Seit Apple Anfang 2010 mit dem iPad das erste massentaugliche Tablet vorgestellt hat, scheinen Unternehmen, Verlage und Endkunden zugleich begeistert von den neuen Möglichkeiten zu sein. Nur Microsoft scheint einige Zeit zu brauchen, um auf den Zug aufzuspringen. Es gibt zwar schon erste Geräte mit Windows 7 doch ist das Betriebssystem nicht für Fingerbedienung optimiert. Dennoch arbeitet man in Redmond – dem Firmensitz – an der neuen Betriebssystemgeneration: Windows 8. Diese soll auf stromsparenden Prozessoren lauffähig sein und eine für Fingereingaben optimierte Bedienoberfläche mitbringen.

Zugleich versucht das Unternehmen die Welt davon zu überzeugen, dass Tablets nur ein kurzfristiger Hype sein könnten, ähnlich wie die Netbooks die knapp zwei Jahre in aller Munde waren, heute aber kaum noch Bedeutung finden. Craig Mundie, Microsofts Forschungs- und Strategiechef meint, dass Smartphones die Ablösung des PCs darstellen und nicht Tablets. Zugleich ist er der Meinung, dass Microsoft nicht schnell genug auf den Unterschied zwischen Mobile und Portable eingegangen ist. „Mobile“ ist laut Microsoft ein Gerät welches man benutzt während man sich bewegt – also ein Smartphone. „Portable“ ist ein Gerät wenn man es aufgrund seines geringen Gewichts problemlos bewegen kann aber nur nutzt, wenn man sie nicht weiter bewegt. In die letzte Kategorie fallen demnach Laptops. Die „Mobile“ Kategorie gehört komplett den Smartphones. Tablets sind allerdings aufgrund ihrer Größe und des Gewichts nicht in die Mobile-Kategorie einzusortieren.

„Tablets, Pads und sonstige Geräte befinden sich zwischen den beiden Kategorien. Ich bin mir nicht sicher, ob uns die Tablets wirklich erhalten bleiben“, so Craig Mundie. Er hat nämlich bereits Prototypen neuartiger Geräte gesehen, die HD-Auflösung quasi direkt auf die Netzhaut senden – statt auf einen Bildschirm zu blicken würde das Bild also direkt in den Augen des Betrachters entstehen. Displays wären dann überhaupt gar nicht mehr nötig.

Weitere Informationen zu den Äußerungen von Craig Mundie gibt es bei smh.com.au. Was meinen Sie zu dem Thema? Tauschen Sie sich über die Kommentarfunktion mit unseren anderen Lesern aus. Zudem können Sie sich täglich über unsere Facebook-Seite auf dem neuesten Stand halten oder dort unsere Beiträge kommentieren.

(Daniel Schürmann | Quelle: smh.com.au)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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