Android-Problem: Die Fragmentierung

6. April 2011, 8:55 Uhr | Archiv

Android ist zwar Smartphone-Marktführer, hat aber in den Augen von Entwicklern noch immer einige Probleme. Einer Umfrage des Analystenhauses Baird zufolge stoßen sich die Programmierer unter anderem an einer schlechten Sichtbarkeit von Apps im Android-Ökosystem, berichtet Fortune. Zudem beklagen die Entwickler die Zersplitterung der Plattform im Bereich der App-Märkte, während eine klare Mehrheit die Betriebssystem-Fragmentierung als echtes Problem bezeichnet.

Hugo Barra auf dem Honeycomb-Event - (Quelle: engadget.com)

Verschiedene Android-Geräte nutzen oft unterschiedliche Betriebssystem-Versionen sowie anbieterspezifische Anpassungen. Das sieht mehr als die Hälfte der 250 befragten Entwickler als „gewaltiges“ oder „ernstzunehmendes“ Problem – Tendenz steigend. Dagegen erachten nur 14 Prozent diese Fragmentierung als völlig unproblematisch. Angeblich will Google dem Problem durch Nicht-Fragmentierungs-Klauseln sowie eine hardwareseitige Standardisierung Herr werden. Falls letzteres zutrifft, könnte das Erfolg haben, Microsoft hat dies mit seinem Windows Phone 7 bereits geschafft – eine Fragmentierung gibt es nicht. Allerdings würde eine architektonische Standardisierung Chiphersteller wie Broadcom, Nvidia oder ST-Ericsson treffen, die sich mit unterschiedlichen Stärken auf dem Markt zu positionieren suchen.

Kann Google dem Chaos im Gerätebereich entgegensteuern, verbleiben immer noch genug andere Probleme. Denn laut Baird-Umfrage bevorzugen Entwickler ein einheitliches App Store wie bei iOS, während Android auch in dieser Hinsicht ein ausgeprägtes Fragmentierungsproblem hat. Immerhin gibt es neben Googles Android Market auch App-Handelsplätze von Geräteherstellern oder Mobilfunkern sowie neuerdings auch Amazons Appstore. Zudem monieren Entwickler laut Baird, dass Android-Apps Kunden nicht so gut erreichen wie bei iOS oder auch BlackBerry. Insbesondere beklagen die App-Anbieter demnach die Menge an „Müll“-Apps im Android-Ökosystem. Hier könnte Amazons Marktplatz punkten, da der Onlinehändler im Gegensatz zu Google eingereichte Apps prüft.

Ein weiteres Problem ist, dass Entwickler der Umfrage zufolge bei iOS und BlackBerry eher daran glauben, dass sie Apps wirklich zu Geld machen können. Trotz allem schreiben bereits 71 Prozent der befragten Entwickler Apps für Android, womit iOS auch in dieser Hinsicht überflügelt ist. Was meinen Sie zu dem Thema? Tauschen Sie sich über die Kommentarfunktion mit unseren anderen Lesern aus. Zudem können Sie sich täglich über unsere Facebook-Seite auf dem neuesten Stand halten oder dort unsere Beiträge kommentieren.

(Daniel Schürmann | Quelle: pressetext.de)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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