Smartphone: Lieferdienste profitieren

7. April 2011, 9:41 Uhr | Archiv

Pizza, Nudeln oder Sushi per Lieferdienst direkt an die Haustür bringen zu lassen, ist nicht neu. Das immer mehr Kunden nicht zum Telefon greifen, sondern direkt im Web ordern hingegen schon. Das verdeutlicht eine Analyse des Berliner Food Delivery Service Lieferheld. Das mobile Web lässt die Lieferdienste stark wachsen.

Quelle: www.techgadgets.in

Der durch die Beliebtheit des mobilen Web ausgelöste „Channel-Switch“ hat seinen Ursprung in den USA. Vor allem in der Bundesrepublik besteht enormes Potenzial. Dass sich Internet-Bestellungen mit Lieferservices bei Restaurants für Anbieter lohnen, zeigt sich unter anderem beim US-Marktführer SeamlessWeb, der noch in diesem Jahr einen IPO plant. Die Nummer zwei im US-Markt, GrubHub, konnte bereits zwei Finanzierungsrunden in kurzem zeitlichen Abstand und einem Volumen von elf Millionen Dollar erreichen. Außerdem darf sich GrubHub über eine Finanzierung von 20 Millionen Dollar freuen. Ziel sei weiteres Wachstum.

Wenngleich weniger dynamisch zeichnet sich auch in Europa eine ähnliche Entwicklung ab – Just-Eat, Marktführer aus Großbritannien und Skandinavien, schloss bereits Anfang 2010 eine Finanzierungsrunde ab, die mit 10,5 Millionen Pfund sogar über der von GrubHub lag. Im März des laufenden Geschäftsjahres konnte Just-Eat mit einer weiteren Finanzierungsrunde deutlich unter Beweis stellen, dass der Trend immer schneller in Richtung Online Food Ordering geht.

Branchenkenner gehen angesichts dieses Wachstums davon aus, dass dem Segment eine ganz ähnliche Entwicklung bevorsteht, wie im Bereich der Flug- oder Reisebuchung. Denn auch in diesen Segmenten gab es zunächst keinen nennenswerten Online-Anteil bei den Buchungen. Dieser hat sich jedoch binnen weniger Jahre stark in Richtung 100 Prozent entwickelt. Aber auch in Deutschland hat das Geschäftsmodell gute Erfolgschancen, da es immer populärer wird. In der Bundesrepublik ordern im Schnitt etwa 40 Millionen Menschen regelmäßig Essen bei einem Lieferservice. Mehr als zwölf Millionen Kunden bestellen einmal im Monat Essen nach Hause und ins Büro, über fünf Millionen sogar mehrmals monatlich.

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(Daniel Schürmann | Quelle: pressetext.de)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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