Google: Android bleibt weiterhin offen

11. April 2011, 8:39 Uhr | Archiv

Angesichts aktueller Spekulationen über eine stärkere Standardisierung von Android hat sich jetzt Googles VP of Engineering Andy Rubin zu Wort gemeldet. Zwar bestätigt er, dass ein Anti-Fragmentierungs-Programm existiert – allerdings nur in seit Android 1.0 unveränderter Form. Bemühungen um eine hardwareseitige Standardisierung gibt es demnach keine.

Hugo Barra auf dem Honeycomb-Event - (Quelle: engadget.com)

„Wir bleiben eine Open-Source-Plattform und werden weiter Quellcode veröffentlichen, wenn er fertig ist“, betont zudem der Android-Chefentwickler. „Geräteherstellern steht es weiterhin frei, Android zu modifizieren, um diverse Features für Geräte anzupassen“, stellt Rubin klar. Um Google-Apps zu nutzen und ein Gerät als „Android-kompatibel“ zu vermarkten, muss ein Hersteller demnach nur einige grundlegende Kompatibilitätsbedingungen erfüllen. Ein Anti-Fragmentierungs-Programm gibt es zwar, doch haben die Mitglieder der Open Handset Alliance demnach schon bei Gründung im Jahr 2007 zu einer Nicht-Fragmentierung der Plattform bekannt.

„Es gibt keine Bestrebungen, die Plattform auf einer Chipset-Architektur zu standardisieren“, so Googles Android-Chef weiters. Damit tritt er Gerüchten über entsprechende Gespräche mit dem Technologieunternemen ARM entgegen. Zudem betont er, dass Android grundsätzlich weiter quelloffen bleibt. Doch ist Android 3.0 „Honeycomb“ bislang nur für Tablets fertig, die Umsetzung einiger Features für Handys läuft noch. „Sobald die Arbeit abgeschlossen ist, werden wir den Code veröffentlichen“, stellt Rubin klar. Dass Honeycomb noch nicht frei verfügbar ist, sei also eine vorübergehende Verzögerung und kein strategischer Schwenk.

Interessant sind auch die Versionsstatistiken, die regelmäßig anhand der Zugriffe auf den Android Market erstellt werden. Demnach ist Android 2.2 mit 63,9 Prozent die gängigste Version, gefolgt von Android 2.1 auf gut einem Viertel der Geräte. Die bereits zwei Gingerbread-Varianten bringen es Zusammen auf nur 2,5 Prozent. Würde ein Entwickler in einer App Android-2.3-Features wie beispielsweise WebM-Video nutzen, würde er sich also fast den kompletten Markt versperren. Da Versionsupdates bei älteren Modellen teils lange auf sich warten lassen, wird sich das auch nicht so schnell ändern.

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(Daniel Schürmann | Quelle: pressetext.de)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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