Jugend: Smartphone- und Internetsucht

27. April 2011, 8:56 Uhr | Archiv

Auf digitale Technologien und neue Medien wollen die meisten User nicht mehr verzichten. Insbesondere jungen Anwendern sind Handys, Smartphones und Internet mittlerweile sogar wichtiger als Fernsehen. Wie die britische Medienaufsichtsbehörde Ofcom aufzeigt, haben die Geräte und Online-Medien das TV in Sachen Relevanz erstmals von der Spitze gedrängt.

Bildquelle: Pixelio // Fotograf: Sebastian Bernhard

Sie sind unentbehrlicher geworden und würden ihren Nutzern mehr fehlen als der Fernseher. Gerade Teenager zeigen dabei jedoch auch Suchttendenzen bis hin zu Entzugserscheinungen. Mediennutzung findet mittlerweile meist parallel und ohne klare Trennung zwischen einzelnen Kanälen statt. Allerdings ist häufig nicht von Sucht zu sprechen, solange etwa die schulische Arbeit erledigt wird, erklärte ein Experte.

Eltern und Bezugspersonen oder Lehrkräfte sind in der Verantwortung, selbst eine Medienkompetenz zu entwickeln, um sie weitergeben zu können, bevor sie eine solche von ihren Kindern fordern. Bei Facebook ist dem Fachmann nach beispielsweise vielmehr die Freigabe persönlicher Informationen die eigentliche Problematik als die Suchtgefahr. Wichtig sei die Selbsterkenntnis, dann bestehe auch geringere Suchtgefahr.

Die Gefühlszustände junger Menschen bei Medienentzug reichen von „verärgert, ängstlich, unsicher, nervös, durchgedreht, einsam, unfrei oder deprimiert bis paranoid“. Ofcom zufolge verbringen sie deutlich mehr Zeit damit als früher. Für 28 bzw. 26 Prozent der 16- bis 24-jährigen User sind Mobiltelefone bzw. das Internet unentbehrlicher als das Fernsehen (23 Prozent). In sozialen Netzwerken wie Facebook sind zudem laufend mehr Anwender zwischen acht und zwölf Jahren registriert, obwohl vonseiten der Betreiber unerwünscht und untersagt.

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(Daniel Schürmann | Quelle: pressetext.de)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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