RSS-Feeds vor dem Aus?

11. Mai 2011, 10:14 Uhr | Archiv

Es scheint so, als wollen soziale Netzwerke die Konkurrenz ausschalten. RSS-Feeds sind durch Twitter, Facebook und Co. längst nicht mehr so populär wie damals, laut einigen RSS-„Totengräbern“ konnte sich das Format noch nie wirklich durchsetzen. Was genau passiert ist, lesen Sie hier.

Gestern gingen Berichte umher, dass Facebook und Twitter die Option, die Nachrichten über einen RSS-Feed zu erhalten, abgeschaltet haben. So gibt es auf den Seiten derzeit keine Hinweise mehr auf Newsfeeds, doch im Fall von Twitter sind die Feeds einzelner Profile weiterhin unter einer speziellen URL aufrufbar. Auch von offizieller Seite aus hat Twitter verlauten lassen, die RSS-Unterstützung eingestellt zu haben und hat auf den Authentifizierungsmechanismus OAuth verwiesen, über den Anwendungen weiterhin die Möglichkeit haben, Newsfeeds bereitzustellen.

Bei Facebook soll es nun nicht mehr möglich sein, über Newsfeed komplette Benutzer oder Seiten lesen zu können. Die dafür sonst benutzten URLs der Form http://www.facebook.com/feeds/page.php?id=[Facebook-ID] können nicht mehr erreicht werden. Doch ganz abgeschaltet hat das soziale Netzwerk den RSS-Dienst nicht. Man kann weiterhin Benachrichtigungen für sein eigenes Profil oder von Freunden geteilte Links abonnieren.

Da RSS in direkter Konkurrenz zu Facebook, Twitter und Co. als Nachrichtenstrom gilt, sind die Maßnahmen der sozialen Netzwerke nicht verwunderlich. Fast jede fünfte große Website bietet aktuell Feeds an, insgesamt mindestens 7,7 Millionen. Den Zahlen zufolge sind die Formate RSS, Atom und Co. also noch weit genug verbreitet und alles andere als tot. Wir sind gespannt, wie sich die Situation weiter entwickelt. Was meinen Sie zu dem Thema? Tauschen Sie sich über die Kommentarfunktion mit unseren anderen Lesern aus. Zudem können Sie sich täglich über unsere Facebook-Seite auf dem neuesten Stand halten oder dort unsere Beiträge kommentieren.

(Marco Schürmann | heise.de)

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