Kleinster 3D-Drucker der Welt

19. Mai 2011, 8:40 Uhr | Archiv

Forscher an der TU Wien haben den laut eigenen Angaben kleinsten 3D-Drucker der Welt entwickelt – etwa so groß wie eine Milchpackung. Der Prototyp ist zudem günstig genug für den Hausgebrauch, aber dennoch sehr leistungsfähig.

3D Drucker (Quelle: TU Wien)

Vorteil sind eine sehr gute Auflösung und der große Freiraum beim Material, berichtet Klaus Stadlmann von der Arbeitsgruppe Additive Manufacturing Technologies (AMT) im Gespräch mit pressetext. Denn das Gerät setzt im Gegensatz zu anderen 3D-Druckern darauf, Flüssigharz mithilfe von LEDs in der gewünschten Form auszuhärten.

Vergleich zu teuren Geräten
Kommerzielle 3D-Drucker sind in der Regel massive Geräte und kosten tausende bis zehntausende Euros. Der von Stadlmann mitentwickelte kompakte Prototyp dagegen wiegt nur 1,5 Kilogramm und hat das Team nur 1.200 Euro gekostet – wobei der Preis bei Massenfertigung wohl noch sinken würde.

Der TU-Prototyp dagegen ist in der Lage, Kleinteile mit höchster Präzision herzustellen, wie beispielsweise Bauteile für Hörgeräte. Das wird möglich, da die Neuentwicklung ein völlig anderes Druckverfahren nutzt. Gegenstände entstehen dabei in einer Wanne voll Flüssigharz, indem ein LED-Beamer gezielt jenen Bereich bestrahlt, in denen das Material aushärten soll.

Material und Verhärtung
Die LED-induzierte Materialverhärtung erfolgt beim Mikro-Printer in Lagen, die nur ein Zwanzigstel eines Millimeters dick sind. Das ist eine sehr gute Auflösung auch gemessen an gängigen 3D-Druckverfahren, die Objekte schichtweise aus Materialpulvern aufbauen. Zudem ist die TU-Methode effektiv verlustfrei. Denn nicht benötigtes Harz bleibt flüssig und steht somit für den nächsten Druck zur Verfügung.

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(Daniel Schürmann | Quelle: pressetext.com)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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