Web-Apps im Mittelpunkt der Zukunft

3. Juni 2011, 8:35 Uhr | Archiv

Der britische Entwickler Ben Francis hat mit „Webian Shell“ einen Vollbildbrowser vorgestellt, der Web-Apps ins Zentrum rückt. Dahinter steckt der Gedanke, dass User und ihre Computer den klassischen Desktop oft gar nicht mehr brauchen. Die Shell präsentiert sich als Nutzeroberfläche, die alte Gewohnheiten berücksichtigt.

(Quelle/Foto: Ben Francis)

Eine Grundidee sei, dass sich alle wichtigen Interface-Bestandteile an vertrauten Stellen wieder finden, so der Entwickler. Webian Shell beruht dabei auf dem Mozilla-Labs-Projekt Chromeless , das als Plattform für Experimente mit neuen Browser-Interfaceideen gedacht ist. Der Fokus auf Web-Apps bei Webian Shell ist eine klare Parallele zu Googles Arbeit an Chrome OS. Der Brite zeigt somit auch Ideen auf, wie derart Web-orientierte Betriebssysteme sich entwickeln könnten.

Mit modernen Web-Apps ist fast alles möglich, wozu früher lokale Programme nötig waren. Dementsprechend verliert die klassische Desktop-Umgebung zunehmend an Bedeutung und ist eher im Weg. Webian Shell begegnet dem, indem es in einem Desktop-ähnlichen Interface Web-Applikationen in den Vordergrund rückt. Dabei bleiben gewisse vertraute Elemente erhalten, um User nicht zu sehr zu überrumpeln. Beispielsweise gibt es in der rechten unteren Ecke eine Uhr ähnlich wie beim klassischen Windows-Desktop. Links oben wiederum finden sich Vor- und Zurückbuttons wie in bisherigen Browsern.

Der erste Prototyp von Webian Shell bietet einen sehr minimalistischen Vollbild-Browser mit einem weitgehend leerem Startbildschirm. Doch hat Francis viele Ideen für die Zukunft. Dazu zählen beispielsweise mehrteilige Startbildschirme mit Widgets, wie sie auf Android-Smartphones zu finden sind, sowie Bildschirmtastaturen für Touch-Computer. „Ich würde gerne eine sinnvolle Alternative zu Tabs finden und bin daran interessiert, mich mit zoombaren Interfaces zu befassen“, sagt der Entwickler ferner. Er hofft außerdem auf Feedback und Anregungen gerade aus der Mozilla-Community.

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(Daniel Schürmann | Quelle: www.pressetext.com)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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