Apples iOS 5 nähert sich Android an

7. Juni 2011, 8:47 Uhr | Archiv

Apples neues iOS 5 Betriebssystem Update wurde mit Spannung erwartet und gestern auf der World Wide Developers Conference zusammen mit dem neuen iCloud Dienst vorgestellt. Doch die Neuerungen sind höchstens für iOS-Nutzer „neu“ – Entwickler dürfte es dennoch freuen und Apple-Nutzer sowieso, da ihre Geräte unbemerkt immer mehr von dem können, was andere mobile Plattformen bereits lange können.

Quelle: engadget.com

Die komplette Keynote der WWDC (hier als Aufnahme verfügbar) brachte neben iCloud auch einen Blick auf das iOS 5 Update, welches ab kommenden Herbst – vermutlich passend zum Start des iPhone 4S bzw. iPhone 5 – kostenlos verfügbar sein soll. Vorgestellt wurde die neue Betriebssystemversion von iOS-Software-Chefentwickler Scott Forstall. Insgesamt soll es rund 200 Änderungen geben – die meisten davon, so berichtet auch heise.de, kennen Entwickler allerdings bereits von anderen mobilen Plattformen.

Neues Benachrichtigungssystem
Als eine der großen Neuerungen soll ein überarbeitetes Benachrichtigungssystem seinen Weg auf die iPhones weltweit finden. Statt eines oftmals nervenden Popups soll nun wie bei Android in der oberen Leiste kleine iCons Icons auf aktuelle Benachrichtigungen wie verpasste Anrufe, eingegangene SMS oder neue E-Mails hinweisen. Wischt man – erneut wie bei Android – von oben zur Bildschirmmitte öffnet sich das „Benachrichtigungs Center“, welches alle neuen Hinweise zeigt.

Synchronisation ohne Mac oder PC
Mit großem Interesse wurde ebenfalls die „Neuigkeit“ aufgenommen, dass iOS nun keinen PC oder Mac mehr zur Aktivierung voraussetzt. Auch können in Zukunft Updates des Betriebssystems Over-the-Air (also über UMTS/WLAN Verbindung) eingespielt werden – iTunes ist dazu nicht mehr nötig. Der Dienst iCloud ist ebenfalls direkt mit Eingebunden und ermöglicht die Synchronisation von Kontakten, E-Mails, Kalendern, Fotos, Apps, Büchern und Musik. Auf allen iOS-Geräten soll der gleiche Datenbestand vorhanden sein. Etwas, was Google mit seinem „Calender“, „Contacts“, „Music“ und dem „Market“ in Verbindung mit Android bereits seit dem Beginn unterstützt; auch Bücher können synchronisiert werden – und alles auch im Browser, also auf jeder anderen Plattform.

Einzig für andere Daten wie Fotos oder Videos muss man noch einen Umweg über Flickr, YouTube oder Dropbox gehen – doch in Zukunft wird Google sicherlich auch hier nachziehen. Allerdings dürfte der Weg über Google bzw. Drittanbieter-Programme den Vorteil haben, dass man auch auf anderen Plattformen noch an seine Daten kommt – und sei es mangels App über den Webbrowser. Bei Apple ist dieser Weg bislang nicht vorgesehen. Einmal im Apples Ökosystem wird man dort also nur schwer wieder mitsamt seinen Daten herauskommen, will man sich anders orientieren

Reminder App und iMessage
Neben iCloud wurde mit iMessage eine weitere Neuerung vorgestellt. Dabei handelt es sich um eine Art Messanger, über den iOS5-Nutzer Textnachrichten, Fotos und Videos untereinander über WIFI oder UMTS miteinander austauschen können. Weiterhin wurde auch die Mail-App mit FUnkntionen erweitert. So werden nun Verschlüsselung und Flags unterstützt sowie auch Mailinhalte zur schnelleren Suche indexiert. Twitter ist nun direkt in iOS integriert und eine Reminder-Ap dient als ToD-List mit GPS-Unterstützung (damit Apple nicht nur weiß, wo man sich aufhält, sondern auch wo man welcher Beschätigung nachgeht).

Verfügbarkeit und Kompatibilität
Im Herbst soll das iOS 5 Update kostenlos erscheinen – zahlreiche Funktionen lassen sich allerdings bereits jetzt per (teilweise) kostenlosen Apps problemlos auf iOS 4 Gräten nachrüsten. Die erste Beta ist schon für Entwickler verfügbar. Das Update soll auf dem iPhone 4 sowie 3GS, beiden iPads und den letzten beiden iPod touch Generationen möglich sein. Einen detaillierten englischsprachigen Überblick gibt es abei den US-Kollegen von engadget.com. Was meinen Sie zu dem Thema? Tauschen Sie sich über die Kommentarfunktion mit unseren anderen Lesern aus. Zudem können Sie sich täglich über unsere Facebook-Seite auf dem neuesten Stand halten oder dort unsere Beiträge kommentieren.

(Daniel Schürmann | Quelle: heise.de, engadget.com. ca.gizmodo.com)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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