Gesundheitsüberwachung der Zukunft

7. Juni 2011, 9:58 Uhr | Archiv

Das steigende Bedürfnis nach Gesundheitsvorsorge bietet Geräteherstellern im Healthcare- und Wellness-Bereich gute Chancen. Dies ergab eine kürzlich veröffentlichte Studie des IBM Institute for Business Value. Darüberhinaus stellt IBM die wichtigsten Anforderungen an innovative Geräte der Zukunft vor, die in einem Zeitraum von fünf Jahren sowohl Lebensführung wie Fitnessverhalten des Anwenders verbessern und auch mit dem jeweiligen Arzt interagieren können.

(Quelle: a2a.blogsport.de)

Gesundheitsbewusste Anwender beziehen zukünftig über so genannte „Connected Health Devices“ (Vernetzte Gesundheitsgeräte) Informationen, um erstens ihren Gesundheitszustand besser einschätzen und zweitens daraus die nötigen Konsequenzen für eine bewusstere Lebensführung ziehen zu können. Diese Geräte überwachen und prognostizieren Gesundheitsdaten, die wiederum direkt an Pfleger, Klinikärzte sowie an Support-Netzwerke über Breitband, Kabelverbindungen oder per Wireless Lan weitergegeben werden können.

Die vom IBM Institute for Business Value erstellte Studie zeigt, dass diese neue Gerätesparte besonders von der Gruppe der „Gesundheitsinteressierten“ nachgefragt wird. Diese möchten verstärkt ihre Gesundheitlichen Ziele mit Hilfe einer gerätegestützten Überwachung erreichen. Die Studie untersuchte mehr als 1300 Anwender von Gesundheitsgeräten und belegt deren Wunsch nach Geräten, die sowohl einfacher zu bedienen sind wie auch einen bessern Informationsaustausch ermöglichen.

Umsatz und Zukunft
Dafür sind die Konsumenten auch bereit Geld in die Hand zu nehmen. Mehr als ein Drittel der untersuchten Gerätenutzer rechnet damit, dass sie einen Beitrag zu den Kosten der neuen Gesundheitsgeräte im Laufe der nächsten zwei Jahre leisten, während 35 Prozent sogar damit rechnen, eine monatliche Gebühr zu bezahlen.

Die neue Gerätegeneration wird entweder selbst internetfähig sein, oder über einen PC, ein Tablet oder Smart Phone angeschlossen werden. Überwachen könnten die Geräte zum Beispiel die Bewegung, das Blutbild, die Mobilität aber auch Gehirnströme. Auch bei der Medikamenteneinnahme könnten sie unterstützend eingesetzt werden.

Zusammenarbeit und Austausch
Die Studie hebt außerdem besonders den Aspekt der Zusammenarbeit unter den Unternehmen vor, da es unwahrscheinlich ist, dass ein einziger Hersteller eine Komplettlösung anbieten kann: Neben Software-Herstellern , die die nötigen Schnittstellen liefern, sind auch Verlagsunternehmen nötig, die gesundheitsbezogene Informationen zur Verfügung stellen. Ein besonderes Augenmerk liegt außerdem auf einer leichten Bedienbarkeit und einer branchenweiten Interoperabilität. Die Studie fordert daher, dass sich Gerätehersteller im Gesundheitswesen aktiv für allgemeingültige Standards einsetzen.

Die gesamte Studie zur Zukunft der Connected Health Devices finden Sie hier. Was meinen Sie zu dem Thema? Tauschen Sie sich über die Kommentarfunktion mit unseren anderen Lesern aus. Zudem können Sie sich täglich über unsere Facebook-Seite auf dem neuesten Stand halten oder dort unsere Beiträge kommentieren.

(Daniel Schürmann | Quelle: IBM Pressemeldung)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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