Initiative für intelligente Netze

10. Juni 2011, 10:18 Uhr | Archiv

Mit intelligenten Netzen könnte Deutschland jedes Jahr 50 Milliarden Euro sparen. Das ergeben aktuelle Berechnungen von Bitkom-Experten. Vor diesem Hintergrund fordert Verband eine nationale Initiative, in deren Mittelpunkt der Aufbau intelligenter Netze in den Bereichen Verkehr, Energie, Behörden, Gesundheitssystem und Bildungswesen stehen soll.

Rainer Sturm / pixelio.de

Der Aufbau von intelligenten Netzen solle das vielleicht größte und komplexeste Infrastrukturprojekt in der Geschichte der Bundesrepublik. Die großen gesellschaftlichen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte können nur mit intelligenten Netzen gemeistert werden, so der Bitkom. Die Anfangsinvestitionen sollen sich auf 130 Milliarden Euro belaufen.

Der Ausbau von Verkehrstelematik beispielsweise könnte die Zahl der Unfälle auf deutschen Straßen um etwa eine Million pro Jahr senken. Finanziell würde die Einführung von intelligenten Verkehrsnetzen Wirtschaft und Verbraucher jährlich um etwa elf Milliarden Euro entlasten. Intelligente Netze sind außerdem unverzichtbar, um die angekündigte Energiewende zu meistern. Diese so genannten Smart Grids seien die Basis für den flächendeckenden Einsatz erneuerbarer Energiequellen. Damit könne Deutschland auf Atom- und langfristig auch auf Kohlekraftwerke verzichten. Die digitale Vernetzung im Gesundheitswesen könne die Krankenkassen um jährlich fast eine Milliarde Euro entlasten. Insgesamt würden sich die Investitionen in diesem Bereich nach etwa sechs Jahren amortisieren.

Den parallelen Aufbau von fünf Netzinfrastrukturen ist die nächste „Herkulesaufgabe“. Zu ihrer Bewältigung müsse man dauerhaft ressort- und branchenübergreifend zusammenarbeiten. E-Mobility und Smart Grids ließen sich nur gemeinsam denken und brauchten Schnittstellen zu intelligenten Verwaltungs-, Gesundheits- und Bildungsnetzen. Intelligente Netze betreffen alle maßgeblichen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte, vom demographischen Wandel über die Modernisierung des Bildungswesens, die Sicherstellung der medizinischen Versorgung bis hin zu einer umwelt- und klimaverträglichen Energieproduktion.

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(Daniel Schürmann | Quelle: bitkom.org)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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