NFC: Sparkasse rüstet EC-Karten auf

21. Juni 2011, 8:50 Uhr | Archiv

Die NFC-Technik verbreitet sich immer mehr, da wundert es nicht, dass die Chips zum mobilen Bezahlen auch bald in EC-Karten zu finden sein sollen. Deutschlands Sparkassenkunden sollen innerhalb der nächsten Jahre NFC-Karten bekommen. Ein Feldversuch mit einer Million Menschen soll schon bald starten.

Bezahlen mit NFC-Technik - (Bild: Deutscher Sparkassen- und Giroverband)

„Spätestens bis Ende 2015 hat jeder Sparkassenkunde eine Karte, die kontaktlos funktioniert“, so Wolfgang Adamiok, der beim Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV) für den Zahlungsverkehr und die Kartenstrategie zuständig ist.

Bereits zum Ende dieses Jahres soll dafür ein großer Feldversuch starten, in dem eine Million Sparkassenkunden aus Hannover, Braunschweig und WOlfsburg mit NFC-Karten ausgestattet werden. Adamiok erklärte: „Bis zu einem Betrag von 20 Euro wird der Kunde keine PIN eingeben müssen“. Als einziger Partner der Sparkassen verwendet die Supermarktkette Edeka Lesegeräte für NPC-Karten – mit einem großen Tankstellenbetreiber und zwei Drogerieketten laufen derzeit noch die Verhandlungen, heißt es.

Doch wozu das ganze? Eine Sprecherin des Sparkassen- und Giroverbands erklärte, dass die Einführung von NFC einen schnelleren Bezahlvorgang ermöglichen soll, da bei der herkömmlichen Zahlung mit der EC-Karte an der Kasse zu viel Zeit benötigt wird. „Bei kleineren Beträgen haben die Kunden genug Vertrauen, dies über ein Prepaidverfahren ohne Authentifizierung zu machen. Das wissen wir aus vielen Anwendungsbereichen in Kantinen.“

Doch nicht nur NFC-Karten sollen das möglich machen. Der Einbau von NFC-Chips in Smartphones soll schon in den nächsten Jahren zum Standard werden. Derzeit unterstützt nur Googles im Dezember 2010 vorgestelltes Android-Smartphone Nexus S diese Technik. Adamiok erklärte: „Wir gehen davon aus, dass spätestens ab 2014 Sparkassenkunden per Handy zahlen können“. Neben der Sparkasse haben auch die Kreditkartenanbieter der Mastercard und Visa NFC-Karten an die Kunden verteilt. Die Bezahlung über NFC-Technik soll auch an den Kassen der 2.500 Aral-Tankstellen nutzbar sein.

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(Marco Schürmann | Quelle: golem.de)

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Marco Schürmann

4 Kommentare

  1. Antworten

    Daniel

    22. Juni 2011

    Antworten auf die Kritikpunkte:

    1. Ist die Karte weg, ist das Geld weg.
    -> Ist die Karte weg, dann meist auch das Bargeld. Wer aufpasst, verliert seine Sachen nicht. Und einfach nicht zu viel auf die Karte laden, dann passt das schon.
    2. Ist nicht genug aufgeladen und ich steh an der Kasse, kann ich u.U. nicht bezahlen
    -> Dann ist die NFC-Karte immernoch eine EC-Karte und kann weiterhin zum Bezahlen genutzt werden
    3. Man weiß fast nie, wieviel noch aufgeladen ist (das ist bei der aktuellen Geldkarte auch so, aber wer nutzt die schon?)
    -> Zur Not gilt auch hier, Restbetrag über die EC-Funktion bezahlen. Oder in Zukunft eventuell durch funktionale, E-Paper-Displays die immer den aktuellen Stand auf der Karte anzeigen.
    4. Banking am PC zuhause macht Automaten und Filialen überflüssig, das vernichtet Arbeitsplätze
    -> Banking zu Hause gibt es bereits seit Jahren und schafft auch neue Arbeitsplätze, zum Beispiel in der IT, der Sicherheit, dem Support etc.

  2. Antworten

    Maik

    21. Juni 2011

    4 wichtige Dinge, die dagegensprechen:

    1. Ist die Karte weg, ist das Geld weg.
    2. Ist nicht genug aufgeladen und ich steh an der Kasse, kann ich u.U. nicht bezahlen
    3. Man weiß fast nie, wieviel noch aufgeladen ist (das ist bei der aktuellen Geldkarte auch so, aber wer nutzt die schon?)
    4. Banking am PC zuhause macht Automaten und Filialen überflüssig, das vernichtet Arbeitsplätze

  3. Antworten

    Daniel

    21. Juni 2011

    Hallo Hans, das ist nicht der Fall und extrem übertrieben. NFC-Karten sind - wie es der Name schon sagt - nur aus der Nähe auslesbar. Also aus maximal 1-2 cm. Da brauchen Sie sich also keine Sorgen zu machen, dass Sie weltweit ständig lokalisiert werden. :)

  4. Antworten

    hans

    21. Juni 2011

    das heisst also, dass wir in zukunft von jedem rfid-scanner weltweit aufgenommen werden. bewegungsprofil, standort - jederzeit auslesbar. so wie bei den pässen muss dann alles in eine funksichere brieftasche !


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