Kindle-Shop von Spamwelle überfallen

22. Juni 2011, 10:41 Uhr | Archiv

Besucher des Kindle-Shop mussten in letzter Zeit immer häufiger mit viel Spam kämpfen: Der alternative Vertriebsweg „Kindle Direct Publishing“ der es ermöglicht, Bücher in digitaler Form auch ohne Verlag zu veröffentlichen wurde von einigen Usern dazu missbraucht, mit minderwertigem Material am wachsenden E-Book-Geschäft teilzuhaben.

Amazon's Bestseller: Kindle

Deutschland liegt beim Thema E-Books noch etwas zurück: Erst vor einigen Monaten stieg Amazon in den noch kleinen E-Book-Markt ein. Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer beim Börsenverein des Deutschen Buchhandels meint: „Verlage und Buchhandel rechnen in den kommenden Jahren mit erheblichen Umsatzsteigerungen und investieren deshalb weiter in die Digitalisierung“. „Das Angebot auf dem Markt ist da, es wächst und es wird seinen Weg zu den Lesern in den nächsten ein, zwei Jahren finden.“

Für Autoren ohne Verlag gibt es jetzt schon mit Self-Publishing-Programmen die Möglichkeit, in den E-Book-Markt einzusteigen. Bei Amazons Kindle Direct Publishing verlangt der Online-Versandhändler eine Verkaufsbeteiligung, stellt seinen Service dafür jedoch kostenlos zur Verfügung. Grundlage genug für Spammer, den E-Book-Markt zu beeinflussen. Sie kaufen Inhalte und Lizenzen zu günstigen Preisen im Internet und verkaufen diese wieder zu Dumpingpreisen von unter einem Dollar im Amazon-Shop weiter.

Durch das immense Angebot des Spam-Angebots ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass der ein oder andere User darauf reinfällt und die eigentlich wertlosen Publikationen kauft. Doch nicht nur die Käufer leiden unter der Spam-Flut, auch die ernst zu nehmenden Autoren und Verlage geraten damit mehr und mehr in den Hintergrund.

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(Marco Schürmann | Quelle: pressetext.com)

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