Mobil bezahlen über Ultraschall

22. Juni 2011, 11:01 Uhr | Archiv

Mobile Bezahlsysteme werden immer populärer – immer mehr Unternehmen wollen in de Geschäft einsteigen. Dabei setzen die meisten großen Anbieter auf die Near Field Communication (NFC), für die ein entsprechender NFC-Chip benötigt wird. Eine Alternative will das Startup-Unternehmen Naratte aus den USA bieten: Bezahlung über Ultraschall.

Mobiles Bezahlen über Ultraschall mit Zoosh- (Quelle: engadget.com)

Die Technik wird „Zoosh“ genannt. Wie man dem Namen schon entnehmen kann, geht es hierbei nicht um eine Übertragung durch Funktechnologie sondern mehr um eine Übertragung durch Ton. Mit Ultraschall sollen Geräte, die über Mikrofon und Lautsprecher verfügen durch eine entsprechende Anwendung, sofort bereit sein, das mobile Bezahl-System zu nutzen. Eine entsprechene Hardware – wie es bei NFC der Fall ist – ist also nicht vonnöten.

Dabei müssen die beiden Geräte ähnlich wie bei NFC auch nah aneinander geführt werden. Bei Zoosh werden dann Ultraschall-Töne übertragen und empfangen, die für uns Menschen nicht hörbar sind. Die Daten werden direkt zwischen den Geräten ausgetauscht – eine Internetverbindung muss nicht extra hergestellt werden.

Stellt sich nur noch – wie auch bei NFC – die Frage, wie sicher das Verfahren ist. Die Gründer des Unternehmens Naratte Brett Paulson und Byron Alsberg erklären jedoch, dass jede Transaktion eine einzigartige ID besitzt. Da diese ID mit der Zeit abläuft könnte man selbst, wenn man die Transaktion aufzeichnen würde, nichts mit den Informationen anfangen. Da die Informationen über Ultraschall nur über kurze Distanzen übertragen werden können, müsste man sich für einen unerlaubten Zugriff auf die Informationen also direkt in der Nähe des Empfangsgeräts aufhalten.

Nicht nur Nutzer haben durch die geringen Anforderungen des Systems ihre Vorteile – auch für Geschäfte sei das Nachrüsten einer Kasse billiger als beispielsweise bei NFC-Technologie mit knapp 30 US-Dollar anstatt bei NFC zwischen 100 und 850 US-Dollar. Software-Development-Kits werden für Zoosh bereits für Android und iOS angeboten. Ob sich das System als ernsthafte Alternative zu NFC durchsetzen kann, bleibt abzuwarten, denn immer mehr große Unternehmen haben angekündigt, auf NFC zu setzen.

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(Marco Schürmann | Quelle: engadget.com)

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