Nokia N9: MeeGo lebt weiter

22. Juni 2011, 11:36 Uhr | Archiv

Schon auf der Mobile Tech Conference 2011 hat man angekündigt, dass trotz des Wechsels zu Microsofts mobilem Betriebssystem Windows Phone die bisherigen Plattformen Symbian und MeeGo weiterhin unterstützt werden. Zum Ende dieses Jahres noch wollte man das erste Smartphone mit MeeGo als Betriebssystem veröffentlichen, welches Nokia jetzt offiziell vorgestellt hat.

Das Nokia N9 mit MeeGo - (Quelle: engadget.com)

Das 3,9-Zoll-Gerät wird über einen kapazitiven Touchscreen bedient und löst mit dem AMOLED-Display 854×480 Pixel auf. Das kratzfeste Gorilla Glass hat eine leichte Wölbung – der Bedienkomfort soll damit steigen. Damit Reflexionen reduziert werden, hat man weiterhin eine spezielle Beschichtung auf das Display aufgetragen.

Im Inneren des Geräts stehen ein GByte Arbeitsspeicher sowie Flash-Speicher in Höhe von 16 bzw. 64 GByte – je nach Gerät – zur Verfügung. Neben den üblichen GSM-Netzen können auch Verbindungen über WCDMA oder auch HSDPA mit Geschwindigkeiten mit 14,4 Megabit pro Sekunde hergestellt werden. Auch N-WLAN und Bluetooth 2.1 mit EDR stehen zur Verfügung. Da NFC in Zukunft eine immer größere Rolle spielt, hat Nokia seinem MeeGo-Smartphone einen NFC-Chip spendiert, der die Herstellung von Verbindungen mit Bluetooth-Geräten erleichtern soll, sodass nur ein kurzer Kontakt mit dem Smartphone reicht, um die Verbindungen herzustellen.

Software-seitig setzt man auf Version 1.2 von MeeGo aka „Harmattan“. Die Bedienung erfolgt ausschließlich über Gesten und über ein Onscreen-Keyboard. Eine Hardware-Tastatur wird es nicht geben – anders als damals angekündigt. Harmattan unterstützt Multitasking und erlaubt damit den schnellen Wechsel zwischen einzelnen Apps.

Flash-Unterstützung scheint es mit dem Nokia N9 nicht zu geben, lediglich HTML5 wird durch den Browser auf Webkit2-Basis unterstützt. Vorinstalliert sind übliche Apps wie für soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter, oder aber auch Skype, Kalender, Musik-Player und einige Spiele (darunter Angry Birds). Eine Synchronisation mit Medien mit dem PC oder Mac ist durch Nokias Link-Software möglich.

Die Akkulaufzeit soll bei 11 Stunden Gesprächszeit liegen, einen Preis oder genauen Veröffentlichungs-Termin nannte Nokia noch nicht. Mehr Informationen zum Nokia N9 gibt es auf der Website von Nokia selbst. Was meinen Sie zu dem Thema? Tauschen Sie sich über die Kommentarfunktion mit unseren anderen Lesern aus. Zudem können Sie sich täglich über unsere Facebook-Seite auf dem neuesten Stand halten oder dort unsere Beiträge kommentieren.

(Marco Schürmann | Quelle: winfuture.de)

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Marco Schürmann

1 Kommentar

  1. Antworten

    Gottfried R. Werner

    10. Februar 2012

    Der Kauf des Nokia N9 ist eine ausgesprochene Pleite. Da hilft auch kein schönreden und schreiben der einzelnen Journalisten, mit und ohne Honorar.

    1) trotz vollem Akku schwankt die Beleuchtung merklich, hell/dunkler
    2)von den 16 GB sind lediglich 7,6 GB frei, obwohl schon einige songs und bilder eleminiert wurden.
    3) der browser ist jämmerlich, nirgends findet man einen Hinweis wie man die permanenten Nokia-Seiten los wird.
    4) die Angaben für Mail-Adressen können nur im Hochformat eingegeben werden. Dafür sind die Tasten dann viel zu klein
    und bei einer längeren Passwort-Eingabe, artet das dann zu einer Katatrophe aus, da keine Kontrolle. (Fotografenfinger)
    5) weil der Akku so schwach ist, ist schaltet Nokia N9 alle 30 Sekunden aus.
    6) der Zugang zum OVI-store ist unter WLAN nicht möglich, obwohl ein gut gefülltes Konto eingerichtet wurde. Ferner wird nach 3 Apps die Verbindung unterbrochen.
    7) Nokia-Link (Verbindung zum PC) ist ein Witz. Ausser Bildern etc. ist er zu nichts zu gebraucen. Es können weder
    neue Dateien eingerichtet oder gelöscht werden.
    8) Die Einrichtung eines Kontos ist ziemlich verstaupt, einem deutschen Beamten würde es die Schuhe ausziehen.

    Die Mängel-Liste liesse sich noch verlängern, Wahrscheinlich wird der Service schon bald ganz eingestellt, denn mit Opera kommt man wohl garnicht voran.

    Der Kauf war ein Schuss in den Ofen, dafür hat man an einem bekannten Betriebssystem 9 Monate herumgebastelt.
    Wirklich toll.


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