Kontaktloses Bezahlen ist die Zukunft

27. Juni 2011, 12:03 Uhr | Archiv

Das kontaktlose Bezahlen wird immer häufiger zum Thema: Nachdem die Sparkasse angekündigt hat, schon bald ihre EC-Karten mit Kontaktlos-Technologie auszustatten, hat sich auch der Kreditkartenanbieter MasterCard dem Thema angenommen und sieht großes Zukunftspotential darin.

Bezahlen mit NFC-Technik - (Bild: Deutscher Sparkassen- und Giroverband)

Luke Olbrich, Chef im Bereich Debitkarten bei MasterCard erklärt gegenüber der Nachrichtenagentur dpa in Frankfurt: „Das Bezahlen mit einer Kontaktlos-Technologie wird das Zahlungsverhalten verändern“. „Das wird dazu führen, dass öfter mit Karte bezahlt wird. Auch bei kleineren Beiträgen“, fügt er hinzu.

Weltweit sind bereits 320 000 Händler mit entsprechender Technik ausgestattet, bei denen man über das System „PayPass“ bereits kontaktlos bezahlen kann. Olbrich erklärt: „In Deutschland fängt das jetzt richtig an.“ Auch Aral will bis 2013 seine Tankstellen mit der Technik ausstatten und damit seinen Kunden eine Bezahlung über kontaktlose Systeme ermöglichen. Bei der MasterCard gab es bereits 2008 derartige Pläne, die mit PayPass-tauglichen Kreditkarten im Miles&More-Programm der Lufthansa begonnen haben.

Bisher sind gerade bei kleinen Beiträgen die Karten im Portemonnaie geblieben – stattdessen griff man lieber auf Bargeld zurück. Das soll sich durch das kontaktlose Bezahlen ändern, denn: „Künftig muss man die Karten nicht mehr irgendwo durchziehen oder reinstecken, sondern nur in einem Abstand von weniger als vier Zentimetern Entfernung an ein Terminal halten. Dann wird die Transaktion durchgeführt.“ So wird bei der MasterCard bis zu einem Betrag von 25 Euro in der Regel keine PIN notwendig sein. Höhere Summen erfordern weiterhin eine PIN oder eine Unterschrift.

Doch bis die alten Plastikkarten ausgedient haben, vergehen noch mindestens fünf Jahre, so schätzt Olbrich. Auch die jeweiligen Kassen müssten erst noch für die Technik ausgerüstet werden. Die Verbraucher sind jedoch jetzt schon bereit, alle Zahlungen über ihr Smartphone zu tätigen. Dabei erklärt Olbrich: „Der Konsument wird die Wahl haben. Uns ist egal, ob der Kunde per Mobiltelefon, Karte oder Armbanduhr bezahlt. Wie wir bezahlen, wird sich verändern. Aber es wird immer über Zahlungsverkehrsdienstleister wie uns abgewickelt werden.“

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(Marco Schürmann | Quelle: heise.de)

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