Online-Times verlieren an Bedeutung

5. Juli 2011, 11:07 Uhr | Archiv

Um der „Kostenloskultur“ entgegenzuwirken hat der Medienmogul Rupert Murdoch sein Angebot verändert: Anstatt Inhalte kostenlos anzubieten und nur auf Werbeeinnahmen zu setzen, hat die News Corporation populäre Inhalte mit Preisen versehen. Angefangen mit der Website von „News of the World“ folgten die traditionellen Zeitungsformate Times und Sunday Times.

The Sunday Times - (Quelle: 2.bp.blogspot.com)

Doch der Plan von Murdoch scheint nicht aufzugehen: Die Online-Ausgaben der Times und Sunday Times haben mit immer weiter sinkenden Zugriffszahlen zu kämpfen, berichtet „The Inquirer“ unter Berufung auf Zahlen von Nielsen.

Seit dem letzten Jahr konnten nur knapp 100.000 Abonnenten für die beiden Plattformen hinzugewonnen werden, dabei kostet das Abonnement der digitalen Ausgabe wöchentlich 2 Britische Pfund, was knapp 2,21 Euro entspricht und ist damit deutlich billiger als die gedruckte Version.

Doch die Chefin von News International, Rebekah Brooks, sieht die Abonnementzahlen positiv: „Ein Jahr nach dem Start haben wir bewiesen, dass die Leute bereit sind, für Qualitätsjournalismus in digitalen Formaten zu bezahlen. Viele haben am Erfolg unserer Digitalstrategie gezweifelt. Jetzt haben wir den eindeutigen Beweis dafür, dass die Richtung stimmt.“ So hätte sich allein seit Februar dieses Jahres die Abonnentenzahl um knapp 28 Prozent erhöht.

Im Jahresvergleich ist die Zahl der Websitebesucher von der Times und Sunday Times jedoch auf knapp ein Viertel eingebrochen. So konnte man im April 2010 noch 40,6 Millionen Page Impressions registrieren – im Mai dieses Jahres nur noch knapp 11,9 Millionen – damit sank auch die Online-Reichweite der Zeitungen von sieben auf nur noch zwei Prozent.

Doch die Digitalabonnements haben auch Folgen für die Druckausgabe – so wurden 68.695 weniger gedruckte Exemplare der Times und 68.150 weniger gedruckte Exemplare der Sunday Times verkauft – insgesamt hat die Leserzahl durch die 100.000 neuen Digitalabonnements aber doch zugelegt.

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(Marco Schürmann | Quelle: golem.de)

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