Apple im "App Store"-Abmahn-Wahn

12. Juli 2011, 8:08 Uhr | Archiv

In seinem Kampf um die Marke „App Store“ hat Apple auch den unabhängigen App-Marktplatz GetJar aufs Korn genommen. Die Betreiber wurden aufgefordert, die Nutzung des Begriffs in Zukunft zu unterlassen. Doch die Antwort fällt klar aus. „GetJar wird sich solchen Schikanen nicht beugen“, so CMO Patrick Mork im Unternehmensblog.

(Quelle: itouch-magazine.eu)

Er betont, dass GetJar lange vor Apple Handy-Apps direkt an Kunden vertrieben hat – und kritisiert, dass App-Entwickler in einem allgemein von Marken- und Patentklagen geprägten Umfeld womöglich auf der Strecke bleiben. Wie schon im Fall von Amazons Appstore für Android geht es Apple auch diesmal um den Schutz seiner Marke „App Store“. Doch GetJar betont, dass Apple in den USA überhaupt erst im zweiten Anlauf eine lediglich provisorische Eintragung der Marke erreicht hat – gegen die es bereits Widerstand gibt.

GetJar hat sich den Vertrieb von Apps an Kunden seit 2005 zum Geschäft gemacht, lange vor Apple. Das Unternehmen will sich der Apple-Forderung jedenfalls nicht beugen. Das ist verständlich, da unter anderem Microsoft die US-Marke ebenso mit einem Einspruch versehen hat. Auch gegen die europäische Marke hat man Einspruch eingelegt. Allerdings räumt GetJar selbst ein, dass man die Worte App Store erst seit 2009 aktiv nutzt – nach dem Lauch des iTunes App Store im Jahr 2008.

Der Begriff an sich war freilich schon bei Apple nicht neu. So hatte der CRM-Spezialist Salesforce Ende 2006 die Vision von einem „AppStore“ präsentiert, das dem Verkauf von Software dient. Was meinen Sie zu dem Thema? Tauschen Sie sich über die Kommentarfunktion mit unseren anderen Lesern aus. Zudem können Sie sich täglich über unsere Facebook-Seite auf dem neuesten Stand halten oder dort unsere Beiträge kommentieren.

(Daniel Schürmann | Quelle: pressetext.com)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

1 Kommentar

  1. Antworten

    Mathias

    12. Juli 2011

    Apple soll ruhig einmal mehrere Niederlagen erleiden. Es kann dem Ego sicher nicht schaden.


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