Neues Energielabel für Zukunftssicherheit

12. Juli 2011, 8:50 Uhr | Archiv

Aktuelle Entertainment-Geräte (vor allem Fernseher) verbrauchen deutlich weniger Strom als ihre Vorgänger. Obwohl moderne Flachbildfernseher viele neue Funktionen haben, sind sie bei gleicher Bildschirmgröße sehr viel sparsamer als ältere Modelle oder herkömmliche Röhrengeräte. Ein neues Energielabel soll in Zukunft Klarheit schaffen.

Quelle: Pixelio // Fotograf: Oleg Rosental

Durchschnittlich verbrauchten die 2010 in Deutschland verkauften TV-Geräte rund 20 Prozent weniger Strom als die Modelle aus dem Jahr 2008. Das teilte der Verband Bitkom gestern mit. Demnach sei der Leistungsumfang und die Energieeffizienz neuer TV-Geräte enorm gestiegen. Vor allem moderne Technologien wie LED und moderne Plasma-Displays verbessern die Energieeffizienz.

Die Modelle des Jahres 2010 hatten laut GfK im Schnitt eine Leistungsaufnahme von 132 Watt und verbrauchten 192 Kilowattstunden (kw/h) Strom im Jahr. Unterstellt wurden dabei eine aktive Nutzung von vier Stunden und ein Standby-Betrieb von zwanzig Stunden am Tag. 2008 nahmen die verkauften Fernseher durchschnittlich 164 Watt auf und verbrauchten 240 kw/h im Jahr. Dieser Rückgang um ein Fünftel spart pro Gerät jährlich ungefähr 12 Euro an Stromkosten. Allerdings variiert der Energieverbrauch bei gleicher Bildschirmgröße und ähnlicher Ausstattung je nach Hersteller um bis zu 50 Prozent.

Ob der Wunsch-Fernseher zu den sparsamen Modellen gehört, können Kunden an einem neuen Energielabel erkennen. Spätestens ab dem 30. November 2011 werden die TV-Geräte im Einzelhandel damit ausgeschildert. Auf dem Label sind die wichtigsten Informationen zur Energieeffizienz zu finden, ähnlich wie bei Kühlschränken oder Waschmaschinen. Angaben zum Strombedarf im eingeschalteten Zustand oder der Jahresverbrauch sind auf einen Blick zu erkennen. Zur schnellen Orientierung werden die Geräte in Kategorien eingeordnet: Die Bestnote ist ein „A“, die schlechteste Note ein „G“. Das Energielabel berücksichtigt auch den technischen Fortschritt und soll in den folgenden Jahren stetig angepasst werden.

Auch die Druck- oder Medienbranche könnte mitziehen durch Energielabels an Druckmaschinen, unterstützenden Computersystemen oder Servern und damit ihren Anteil für eine grüne Zukunft tun. Ein kostenloser Leitfaden zur Energiekennzeichnung bei Fernsehgeräten steht hier zum Download bereit. Was meinen Sie zu dem Thema? Tauschen Sie sich über die Kommentarfunktion mit unseren anderen Lesern aus. Zudem können Sie sich täglich über unsere Facebook-Seite auf dem neuesten Stand halten oder dort unsere Beiträge kommentieren.

(Daniel Schürmann | Quelle: bitkom.org)

Über den Autoren

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. Er ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus). ---- Founder and CEO of zipcon consulting GmbH, a leading consultancy for the printing and media industry in Central Europe. He initiated the E-Business Print Online Studie (EPOS) and acts - in addition to his consulting activity - as an author, lecturer, speaker and moderator. See his profiles on Xing, LinkedIn and GooglePlus.

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