Apple-iCloud als "bedenklich" eingestuft

14. Juli 2011, 8:20 Uhr | Archiv

Die Nationale Initiative für Informations- und Internetsicherheit (NIFIS) stuft Apples neue iCloud als „bedenklich“ ein. Der Grund: Die jüngst von Apple-Boss Steve Jobs vorgestellte „Innovation“ zielt wie auch die Google Cloud maßgeblich darauf, personenbezogene Daten wie Adressbuch- und Kalendereinträge in die globale Datenwolke zu verlagern.

(Quelle: gadget.com)

Genau dies ist nach deutschem Recht Unternehmen jedoch nur gestattet, wenn zuvor eine ausdrückliche Genehmigung jeder einzelnen davon betroffenen Person eingeholt wird, warnt Rechtsanwalt Dr. Thomas Lapp, Vorstandsvorsitzender der NIFIS. Der Jurist verdeutlicht: „Das Problem liegt nicht bei Apple oder Google, sondern bei Unternehmen, die den neuen Apple-Dienst in Anspruch nehmen und dabei möglicherweise personenbezogene Daten in die iCloud auslagern. Die rechtliche Verantwortung für den eigenen Datenbestand und den eigenen Datenschutz liegt immer beim Unternehmen selbst und nicht etwa beim Cloud-Anbieter. Damit sind Clouddienste wie Apples iCloud sowie Google Cloud in der Praxis eigentlich nur für Privatpersonen geeignet, die nicht den strengen Richtlinien des Datenschutzgesetzes unterliegen.“

Das habe im Übrigen schon für den iCloud-Vorgängerservice MobileMe gegolten, der heute noch Millionenfach im Einsatz ist. Unternehmen, die über MobileMe oder künftig iCloud personenbezogene Daten in die Wolke schieben, verstoßen gegen die Datenschutzgesetzgebung in Deutschland. Bei diesen Verstößen drohen den Firmen Sanktionen wie erhebliche Bußgelder, eine Untersagung der Datenverarbeitung sowie schwerwiegende Reputationsschäden. „Durch nachlässigen Umgang mit personenbezogenen Daten können massive Gefahren für die Persönlichkeitsrechte der Kunden verursacht werden. Der Super-GAU für ein Unternehmen ist gegeben, wenn die ohnehin schon illegal in die Wolke verschobenen Personendaten der Kunden von Hackern geklaut und etwa für Kreditkartenbetrug verwendet werden. Der Geschäftsführer oder Vorstand dieses betroffenen Unternehmens möchte ich nicht sein“, warnt NIFIS-Chef Dr. Thomas Lapp vor den möglicherweise fatalen Folgen einer Auslagerung personenbezogener Daten in Apples iCloud oder andere Cloud-Dienste.

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(Daniel Schürmann | Quelle: www.nifis.de)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

1 Kommentar

  1. Antworten

    Niemand

    14. Juli 2011

    1. Bekloppte Headline
    2. Warum der Stress? Zu Zeiten von MobileMe hat sich niemand gerührt und jetzt, wo ein neuer Hype bevor steht, springen wieder alle auf den Hyper-Hyper-Zug auf.


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