Die wichtigen Trends im Digitaldruck

19. Juli 2011, 8:11 Uhr | Archiv

Wo liegen die wirklichen Potenziale im Digitaldruck? Während im farbigen Digitaldruck weiter hohe Zuwächse zu verzeichnen sind, ist der Digitaldruck in Schwarz-Weiß rückläufig, so Frank Ladwein von Canon, bei der Veranstaltung digi-Trends am 28. Juni 2011 in Ismaning, organisiert von der Interessengemeinschaft Digitaldruck, digicom, in Kooperation mit dem Verband Druck und Medien Bayern.

Ricoh Digitaldruckmaschine (Quelle: Heidelberger Druckmaschinen AG)

Bei digi-Trends beleuchteten die Experten alle Facetten des Digitaldrucks von strategischen Themen bis hin zu Materialien, Produktion, Workflow und Weiterverarbeitung.

Bedeutung von 1:1 Communication
Dabei beschäftigte sich Johannes Ferger, Xerox, mit der Frage „Twitter, Facebook & Co. – drucken wir in fünf Jahren noch?“. Ferger zeigte auf, wie sich die Kommunikation unter dem Einfluss des Internets und der elektronischen Medien wandelt. Ferger: „Innovative Kommunikation setzt auf 1:1-Kommunikation mit ihren Vorteilen bezüglich höherer Response- und Kaufraten.“ Cross-Media-Plattformen unterstützen bei der Kampagnenplanung in allen notwendigen Prozessschritten über Web, E-Mail und mobile Medien ebenso wie beim personalisierten Web-to-Print.

„Digitaldruck wird Mainstream“ postulierte Bertram Störch, Hewlett Packard. „Mit steigender Wertigkeit und sinkenden Stückkosten wird der Digitaldruck zunehmend eine Alternative zu den konventionellen Druckverfahren.“ Neben speziellen Beispielen für Produkte, die teilweise nur im Digitaldruck produziert werden können, zeigte Störch die Vorteile einer Kombination von Digitaldruck und Web-to-Print- bzw. Web-to-Business-Modellen auf.

Gütesiegel Digitaldruck
Betriebe haben erstmals die Möglichkeit, die Qualität ihrer Produktion bewerten und über ein Prüfsiegel zertifizieren zu lassen. Frank Dieckhoff, Geschäftsführer von digicom, stellte das neue Gütesiegel Digitaldruck vor. Geprüft werden Farbraum, Tonwertzunahme und Umfang, Graubalance, Abbildungsqualität, Auflösung, Bild- und Wendepasser, Druckbogengenauigkeit und viele weitere Kriterien. Nach bestandener Prüfung erhält die Digitaldruckerei das „digicom Gütesiegel Digitaldruck“ mit einer Gültigkeit von eineinhalb Jahren sowie der Auflage, halbjährlich eine Testform zur Kontrolle zu produzieren und prüfen zu lassen.

Gros der Papiere wird digital bedruckt
Papierhersteller arbeiten an den Herausforderungen des Digitaldrucks sowie den spezifischen Problemen, wie z.B. Restfeuchte. Fast 70 Prozent aller Produkte des Papierlieferanten May + Spies – darunter Selbstklebeetiketten, Polylaserfolien für trockentonerbasierte Maschinen und Feinpapiere – werden mittlerweile digital bedruckt, so Manfred Gier von May + Spies.

Anhand einiger Beispiele verdeutlichte Peter Berger, Horizon, die Tücken und Besonderheiten bei der Weiterverarbeitung von Digitaldrucken. Durch kleine Auflagen und individualisierte Inhalte, kombiniert mit den technischen Eigenarten der verschiedenen Digitaldruckverfahren, werden spezielle Anforderungen an die Weiterverarbeitungsmaschinen gestellt. Darüber hinaus gilt es, die optimale Materialkombination von Kleber (beim Binden), Folie (beim Kaschieren) und Bedruckstoff unter Berücksichtigung des jeweiligen Druckverfahrens zu finden.

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(Daniel Schürmann | Quelle: bvdm-online.de)

Über den Autoren

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. Er ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus). ---- Founder and CEO of zipcon consulting GmbH, a leading consultancy for the printing and media industry in Central Europe. He initiated the E-Business Print Online Studie (EPOS) and acts - in addition to his consulting activity - as an author, lecturer, speaker and moderator. See his profiles on Xing, LinkedIn and GooglePlus.

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