Internet im Fernseher wird Standard

19. Juli 2011, 9:20 Uhr | Archiv

Flachbildfernseher mit Internetanschluss werden zum Standard in deutschen Wohnzimmern. Der Umsatz mit diesen so genannten Hybrid-TV-Geräten (auch „Connected TV“ oder „Smart TV“ genannt) steigt in diesem Jahr um rund 44 Prozent auf fast 3,5 Milliarden Euro. Der Geräteverkauf in Stückzahlen legt parallel um rund 60 Prozent von 2,2 Millionen auf 3,4 Millionen TV-Geräte zu.

(Quelle: Pixelio // Fotograf: Claudia Hautumm)

Das gab der Verband Bitkom auf Basis aktueller Daten des European Information Technology Observatory (EITO) bekannt. Demnach seien internetfähige Fernsehgeräte der Top-Trend in der Unterhaltungselektronik. Besonders schnell wächst der Markt für internetfähige Fernseher in Großbritannien und Frankreich. In beiden Ländern wird sich der Absatz in diesem Jahr ungefähr verdoppeln: in Großbritannien auf rund 2,1 Millionen Geräte, in Frankreich auf 1,6 Millionen. 2011 werden in der EU insgesamt über 10 Millionen Fernseher mit einem integrierten Web-Anschluss ausgeliefert. 2012 sollen es über 13 Millionen sein, davon rund 4,3 Millionen Geräte in Deutschland. Das Volumen des EU-Markts für Hybrid-TV wird in diesem Jahr voraussichtlich um 42 Prozent auf rund 10,4 Milliarden Euro steigen. Für 2012 wird ein Wachstum von einem Fünftel auf 12,2 Milliarden Euro erwartet.

Hybrid-TV-Geräte besitzen zusätzlich zur klassischen Antennenbuchse einen Internetanschluss und damit einen Zugang zum Heimnetzwerk. Derzeit schließen nach aktuellen Schätzungen des Bitkom aber nur etwas mehr als die Hälfter aller Besitzer von Hybridgeräten ihren Fernseher auch tatsächlich ans Netz an. Sofern der Anschluss erfolgt können Zuschauer beispielsweise unabhängig vom laufenden Fernsehprogramm aktuelle Kinofilme abrufen („Video on Demand“) oder verpasste TV-Sendungen nachträglich über Mediatheken schauen. Über den neuen Standard HbbTV können programmbegleitende Informationen abgerufen werden. Im Trend sind TV-Apps. Wie bei einem Smartphone ermöglichen diese kleinen Programme z.B. Videotelefonie oder den Abruf von Wetterdiensten.

Flachbildfernseher von Markenherstellern und mit einer Bildschirmdiagonale von mindestens einem Meter werden nahezu standardmäßig mit Internetanschluss ausgeliefert. Auch bei kleineren und preiswerteren Modellen ist ein Internetanschluss immer häufiger mit dabei. Ältere Flachbildschirme können für den Internet-Empfang mit hybriden Set-Top-Boxen nachgerüstet werden.

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(Daniel Schürmann | Quelle: bitkom.org)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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