Flugzeug aus dem 3D-Drucker hebt ab

1. August 2011, 8:54 Uhr | Archiv

Erstmals hat ein Flieger aus dem 3D-Drucker den Boden verlassen und einen erfolgreichen Testflug absolviert. Das an der Universität Southampton entworfene, unbemannte Laser Sintered Aircraft (SULSA) hat eine Flügelspannweite von zwei Metern und kann ohne dem Einsatz von Werkzeug montiert werden. Bis auf den Motor wurden praktisch alle Bestandteile von einem 3D-Drucker hergestellt.

Sulsa - Flugzeug aus dem 3D-Drucker (Quelle: Uni Southampton)

Die Teile von SULSA wurden perfekt aufeinander abgestimmt und mit einer EOS EOSINT P730 Nylon-Sinter-Maschine produziert. Beim Laser-Sintern wird Material in Körner- oder Pulverform unter gesteigertem Druck erhitzt und schichtweise aufgetragen, was im Gegensatz zum herkömmlichen Sintern freiere Formgebung ermöglicht. Die erzeugten Komponenten des Flugzeugs konnten ohne Hilfsmittel und zusätzliche Befestigungsmechanismen montiert werden.

Mittels Elektromotor erreicht der Flieger eine Höchstgeschwindigkeit von rund 100 Meilen pro Stunde (ca. 160 km/h). Dabei wird er von einem Autopiloten in der Luft gehalten und bewegt sich fast geräuschlos.

Beim Laser-Sintern wird ein in Körner- oder Pulverform vorliegendes Material unter erhöhtem Druck erhitzt und schichtweise aufgetragen. Diese Technik ist zwar sehr zeitaufwändig, bietet aber erhebliche Freiheiten in der Formgebung. Diese Produktionsform stößt auch in der Industrie bereits auf großes Interesse. Im Februar diesen Jahres wurde bekannt, dass ein britisches Team der European Aeronautic Defence and Space Company (EADS) an der Entwicklung eines druckbaren Flügels für Jets arbeitet.

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(Daniel Schürmann | pressetext.com)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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