Photovoltaik-Ansatz: Energie aus Wärme

8. August 2011, 9:05 Uhr | Archiv

Am bekannten MIT (Massachusetts Institute of Technology)u haben Forscher eine neue Technik präsentiert, mit der sich Wärme in elektrische Energie umsetzen lässt. Über die Nanostruktur eines eigens entwickelten Materials wird der Infrarotanteil von Wärme in seiner Wellenlänge so moduliert, dass er ideal verwertbar für geeignete Photovotaikzellen ist.

Quelle: oekoinstitut-im-sonnenschiff.de

Auf Basis ihrer Entdeckung haben die MIT-Wissenschafter einen mit Butan betriebenen Reaktor in Knopfgröße gebaut, der nach Angaben des Instituts dreimal so lange Energie abgibt wie eine Lithium-Ionen-Batterie des gleichen Gewichts. Der Ansatz, über die Oberfläche eines Materials, die Frequenz von Lichtwellen moduliert, ist jedoch neu. Einer ähnlichen Technik bedienen sich auch Mottenaugen, um in der Nacht einen möglichst großen Teil des verfügbaren Restlichts einzufangen. Zudem hat Butan den Vorteil, eine sehr hohe Energiedichte aufzuweisen.

Die US-Forscher hingegen denken schon an den Einsatz eines Radioisotops in Verbindung mit der von ihnen entwickelten Technologie. So könnte man dank der Wärme, die beim radioaktiven Verfall des Materials entsteht, drei Jahrzehnte lang Energie gewinnen, so die Forscher in einer Aussendung. Einsatzmöglichkeiten wären hier etwa längere Weltraummissionen oder tragbare Medizin- und Elektronikgeräte.

Am MIT gibt man sich zuversichtlich. „Diese Technik ist ein gutes Beispiel, wie Materialforschung neue Leistung bringt, die ein breites Spektrum an Anwendungen für energieeffiziente Umwandlung eröffnet“, so der Versuchsingenieur Ivan Celanovic vom MIT-Institut für soldatische Nanotechnologie.

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(Georg Pichler/Daniel Schürmann | Quelle: pressetext.com)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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