Amazon: Subventionen für Tablet?

16. August 2011, 12:07 Uhr | Archiv

Noch vor Oktober soll Amazons erstes Tablet-Gerät den Markt erreichen. Da Amazon bereits durch einen eigenen App-Store und den Verkauf von multimedialem Content optimale Voraussetzungen für ein eigenes Tablet mitbringt, ist klar, dass viel an dem Erfolg des Geräts liegt. Dabei könnte das Tablet subventioniert und dadurch zu einem Kampfpreis angeboten werden.

(Quelle: engadget.com)

IT-Analyst Tim Bajarin ist der Meinung, dass eine Subventionierung dafür sorgen könnte, das Gerät schnell zu verbreiten. Die Kosten für jedes Tablet-Gerät belaufen sich laut Bajarin auf knapp 300 Dollar – wenn das Unternehmen auf ein ähnliches Konzept setzt wie z.B. die Hersteller von Spielekonsolen, könnte das Gerät für beispielsweise 249 Dollar angeboten werden.

Der niedrige Preis würde Amazon zu Beginn zwar finanziell belasten, doch auf lange Sicht gesehen können damit gute Einnahmen erzielt werden. Da das Gerät als Vertriebsplattform für Videos, Musik und E-Books dienen soll, sind diese Bereiche für die Einnahmen zuständig. Um jedoch nennenswerte Einnahmen in den Bereichen zu erzielen, gilt es erst, die entsprechende Hardware zu verbreiten – und das wäre mit einem tiefen Preis einfacher.

Innerhalb von nur sechs Monaten – so Bajarin – könnte Amazon die Preisdifferenz durch Einnahmen aus dem Verkauf von Content wieder ausgleichen und nach dieser Zeitspanne erste Gewinne erzielen. Erfahrungen mit einem ähnlichen Geschäfts-Konzept hat Amazon bereits durch den E-Book-Reader Kindle sammeln können. Der Kindle wird ebenfalls subventioniert – für die Gewinne sind die Buchverkäufe für das Gerät verantwortlich.

Noch vor Oktober soll das Android-Tablet den Markt erreichen. Wir bleiben gespannt, ob Amazon ein solches Konzept verfolgen wird, oder ob der Versandhändler einen ganz anderen Weg einschlagen wird. Was meinen Sie zu dem Thema? Tauschen Sie sich über die Kommentarfunktion mit unseren anderen Lesern aus. Zudem können Sie sich täglich über unsere Facebook-Seite auf dem neuesten Stand halten oder dort unsere Beiträge kommentieren.

(Marco Schürmann | Quelle: winfuture.de)

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