Mobil bezahlen mit jedem Gerät

16. August 2011, 11:02 Uhr | Archiv

Der Bezahlung über Smartphone könnte schon bald nichts mehr im Wege stehen. Die drei deutschen Mobilfunkunternehmen Deutsche Telekom, Telefonica O2 und Vodafone haben sich zusammengeschlossen und bilden ein gemeinsames Unternehmen, um die mobile Bezahlung voran zu treiben.

Bezahlung über NFC (Quelle: gadgetreview.com)

Das Joint Venture der drei Unternehmen hört auf den Namen „Mpass GmbH“ und soll bereits in diesem Jahr beginnen. Schon seit 2009 arbeiten die Unternehmen zusammen unter dem Namen, doch ohne nennenswerten Erfolg. In dem Markt sei das Management eine große Herausforderung, da Entscheidungen schnell getroffen werden müssen – einzelne Abstimmungen bei den jeweils Beteiligten selbst seien da der falsche Weg und würden zu viel Zeit kosten.

Die Probleme sollen durch die Gründung eines eigenen Unternehmens beseitigt werden – Mpass kann sich dann sowohl um Vertrieb als auch Marketing kümmern und kann die Technik hinter dem Bezahlsystem weiterentwickeln. Dabei kommt Near Field Communication-Technik (NFC) zum Einsatz, mit der es möglich sein soll, mit mobilen Geräten in Geschäften bargeldlos zu bezahlen. Erste Smartphones mit entsprechender Technik gibt es bereits – auch Apples neues iPhone soll womöglich über NFC-Technik verfügen.

Doch auch Smartphones ohne entsprechende Chips sollen die Möglichkeit bekommen, mobil zu bezahlen – mit einem NFC-Aufkleber. Der Sticker soll kostenlos erhältlich sein und kann entweder auf das Handy geklebt oder einfach in das Akkufach gelegt werden. Wird das Handy dann an der Kasse an ein entsprechendes Lesegerät gehalten, wird der Bezahlvorgang ausgelöst und der Betrag auf der Mobilfunkrechnung berücksichtigt bzw. von Prepaid-Betrag abgezogen.

Um das Vorhaben noch besser und schneller vorantreiben zu können, führt man bereits Gespräche mit möglichen Partnergeschäften, in denen die Technik zum Einsatz kommen soll. Vorerst sollen kleinere Geldbeträge mit dem System beglichen werden können – in Zukunft sollen dann auch größere Geldbeträge durch NFC übertragen werden können. Anfang des nächsten Jahres sollen die Sticker bereits verteilt werden.

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(Marco Schürmann | Quelle: spiegel.de)

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