Facebook von Menschen weniger genutzt

23. August 2011, 8:18 Uhr | Archiv

Nachdem schon eine Umfrage des Marktforschungsinstituts Gartner erste Ermüdungserscheinungen bei Facebook-Nutzern festgestellt hat, bekommt das erfolgsverwöhnte Unternehmen jetzt den nächsten Dämpfer verpasst. Laut einer großangelegten Studie des GlobalWebIndex geht die Aktivität im größten aller sozialen Netzwerke in den Kernmärkten zurück. Die weltweite Nutzung von Facebook nimmt trotzdem weiter zu.

Quelle: www.dynamicbooks.com

Ob der Boom damit wirklich beendet ist und nun eine STagnation oder Rezension der Nutzeraktivität einsetzen wird, bleibt abzuwarten. Ein großes Problem für Facebook dürfte Googles Soziales Netzwerk Google+ sein. Trotzdem wachsen beide Plattformen beständig.

Ergebnisse der Studie
Die GlobalWebIndex-Studie, für die im Juni und Juli 2011 fast 100.000 Personen interviewt wurden, zeigt jetzt sogar einen tatsächlichen Rückgang der Aktivität bei Facebook. Für die Datenerhebung wurde das Facebook-Verhalten von Nutzern aus 27 Ländern untersucht. Das Ergebnis: Die Rückgänge der Aktivität sind vor allem in den Facebook-Kernmärkten Europa und Nordamerika zu verzeichnen. In den USA ist der Trend am deutlichsten zu erkennen.

In den Vereinigten Staaten ist die Anzahl der an Facebook-Freunde verschickten Nachrichten zwischen Juni und Juli um 15 Prozent gesunken. Die Anzahl der Beitritte zu Gruppen ist ebenfalls um zehn Prozent zurückgegangen. Insgesamt gibt es in den gut entwickelten Märkten weniger Statusupdates, geteilte Inhalte, Nachrichten und installierte Anwendungen. Ein Teil des Rückgangs ist wahrscheinlich der Urlaubszeit geschuldet. Das alleine kann die hohen Verluste aber nicht erklären. Am betontesten ist die Ermüdung der Nutzer in der Gruppe der Studenten und Studierten in ihren 20ern. Sie waren eigentlich die treibende Kraft hinter der explosionsartigen Ausbreitung von Facebook.

Weltweiter aber Wachstum
Global gesehen legt Facebook zu. Das liegt vor allem an der Entwicklung in noch nicht vollständig erschlossenen Gebieten in Asien und Osteuropa. Dort sind die Wachstumsraten von Facebook immer noch enorm. Die Gesamtutzung von sozialen Netzwerken hat im Untersuchungszeitraum für 16- bis 24-Jährige um 26 Prozent zugenommen. Noch stärkeren Zuwachs gab es in der Altersgruppe der 35- bis 44-Jährigen. Hier nahm die Nutzung sogar um 35 Prozent zu.

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(Markus Keßler/Daniel Schürmann | Quelle: pressetext.com)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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