Social Media strukturlos genutzt

24. August 2011, 8:44 Uhr | Archiv

Leipziger Forscher haben untersucht, inwieweit börsennotierte Unternehmen Social-Media-Plattformen nutzen. Die Studie von Unternehmens-Websites und Social-Media-Plattformen zeigt, dass die meisten Aktiengesellschaften noch keine konsistenten Strategien für die Kommunikation mit Investoren im Netz haben.

Quelle: www.dynamicbooks.com

Dabei lassen sich Social-Media-Communitys als Multiplikator für Gerüchte brauchen. Bestimmte Informationen können wegen der Schnelligkeit des Internets die Reputation eines Unternehmens in wenigen Minuten zerstören. Bei Aktiengesellschaften kann das erhebliche Folgen auf Aktienkurse und Unternehmenswerte haben.

Die AGs stehen vor der Herausforderung, Facebook, Twitter, Slideshare und andere Plattformen in die Kommunikation mit Anlegern, Analysten und Finanzjournalisten einzubeziehen. Bei schwierigen Themen sei es empfehlenswert für die Unternehmer, selbst ein Diskussionsforum einzurichten. So könne die Streuung von negativen Informationen oder Gerüchten unter Kontrolle gehalten werden.

Viele Investor-Relations-Abteilungen bereiten Präsentationen für das Social Web auf, indem sie etwa Analystenkonferenzen oder Ergebnisveröffentlichungen als Video auf ihrer eigenen Webseite bereitstellen. Externe Plattformen wie Facebook und YouTube werden von der Mehrheit der IR-Verantwortlichen noch mit Vorsicht betrachtet. Untersucht wurden nicht nur deutsche, sondern auch Großunternehmen aus den USA, Großbritannien, Frankreich und Japan.

Nutzung von Land zu Land verschieden
Im Vergleich zwischen den Ländern fällt auf, dass die US-Unternehmen die ganze Bandbreite der durch Social Media zur Verfügung stehenden Funktionen nutzen. Sie informieren und strukturieren Informationen, interpretieren Meinungen und vernetzen sich mit Investoren. Japanische Unternehmen beschränken sich dagegen vorwiegend auf Information ihrer Aktionäre. Französische Aktiengesellschaften legen besonderen Wert auf die Aufbereitung anlegerrelevanter Informationen. Ungeachtet der globalen Reichweite der Finanzmärkte und einheitlicher Social-Media-Technologien spielen kulturelle Faktoren, Unterschiede im Anlegerverhalten und bei der Social-Media-Nutzung eine große Rolle, so die Forscher.

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(Oranus Mahmoodi/Daniel Schürmann | Quelle: pressetext.com)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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