Unterhaltungselektronik im Wandel

24. August 2011, 8:04 Uhr | Archiv

Der Markt für Unterhaltungselektronik ist im Umbruch. Nachdem die Digitalisierung abgeschlossen ist, geht es nun um die Verbindung der einzelnen Geräte untereinander. So überholen internetfähige TV-Geräte in diesem Jahr beim Umsatz erstmals die Fernseher ohne Web-Zugang. Gleichzeitig geraten einzelne Produkte wie Navigationsgeräte, MP3-Player oder DVD-Recorder unter Druck.

Quelle: Pixelio // Fotograf: Oleg Rosental

Das gab der Hightech-Verband Bitkom im Vorfeld der IFA (Internationalen Funkausstellung) bekannt. In der Unterhaltungselektronik finde eine Zeitenwende statt, so der Bitkom. Klassische Geräte der Consumer Electronics (CE) erhalten entweder zusätzliche IT-Features, beispielsweise der Fernseher einen USB- oder Netzwerkanschluss. Gleichzeitig gibt es Verdrängungsprozesse, indem Geräte wie MP3-Player oder Videokameras immer häufiger durch Tablet-PCs, Smartphones und Co. ersetzt werden.

Einen Boom gibt es derzeit bei internetfähigen TV-Geräten, den so genannten Connected TVs. Sie kamen erst Ende 2008 auf den Markt. Mittlerweile ist jeder dritte verkaufte Fernseher internetfähig. Der Umsatz steigt in diesem Jahr um ein Viertel auf 3 Milliarden Euro, der Absatz gar um 60 Prozent auf 3,5 Millionen Geräte. Mit Fernsehern ohne Internet-Anschluss werden nur noch 2,7 Milliarden Euro umgesetzt. Ein Vorteil der internetfähigen Geräte: Bislang waren die Funktionen von Fernsehern und Receivern unveränderlich beim Kauf festgelegt, heute können ihre Funktionen dank Apps und Updates vom Verbraucher nachgerüstet werden. Für jeden zweiten Verbraucher ist ein Internetanschluss beim TV-Erwerb mittlerweile kaufentscheidend. Mit dem Trend zu Connected TV ändert sich auch der Fernsehkonsum: Es wird mehr online TV gesehen. Laut Umfrage schaut heute schon fast jeder Dritte gelegentlich Fernsehen auf seinem PC oder Laptop, jeder neunte auf seinem Handy oder Tablet-PC.

Trotz Handykameras bleibt der Markt für digitale Fotoapparate stabil bei 1,8 Milliarden Euro. Verbraucher investieren in hohe Bildqualität. Es gibt einen starken Trend zu Kompaktkameras mit Wechseloptik.

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(Daniel Schürmann | Quelle: bitkom.org)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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