Preis entscheidet oft über Tablet-Kauf

30. August 2011, 11:25 Uhr | Archiv

Dass der Preis eines Tablets ein wichtiges Kaufargument ist, bewies vor kurzem erst HP, als man den Preis des TouchPads ein zweites Mal gesenkt hatte – auf 99 Euro. Interessenten stürmten die Geschäfte und Online-Shops, bereits nach kürzester Zeit waren die Geräte ausverkauft. Auch Amazon scheint die Wichtigkeit des Preises als Kaufargument zu sehen und plant, sein erstes Tablet-Gerät „hunderte“ Euro unter dem Preis der Konkurrenz aus dem Hause Apple zu verkaufen.

(Quelle: engadget.com)

Charles King ist Analyst bei Pund-IT und glaubt an den Erfolg von Amazons Tablet – wenn der Preis stimmt. „Wenn Amazon eine agressive Preisgestaltung vornimmt, könnte es für viele Mitbewerber ein Auslöser für eine überdachte Preisgestaltung sein“, erklärt er. Amazon wird in Zukunft jedoch nicht der einzige Tablet-Hersteller sein, der dieses Konzept verfolgt. Tony Berkman von ITG Investment Research erwartet für die Zukunft weitere günstigere Tablets auf Basis von Googles mobilem Betriebssystem Android. Dadurch soll der Marktanteil von Google im mobilen Markt noch weiter steigen.

Dass Amazon den Preis für sein Tablet günstiger gestalten könnte, wurde bereits Mitte August klar. Analyst Tim Bajarin fand heraus, dass sich die Kosten für jedes Tablet-Gerät für Amazon auf knapp 300 Dollar belaufen werden. Wenn Amazon auf ein ähnliches Konzept wie Hersteller von Spielekonsolen setzt, so wäre ein Verkaufspreis von knapp 249 Dollar denkbar.

Der niedrige Preis würde Amazon zu Beginn zwar finanziell belasten, doch auf lange Sicht gesehen können damit gute Einnahmen erzielt werden. Da das Gerät als Vertriebsplattform für Videos, Musik und E-Books dienen soll, sind diese Bereiche für die Einnahmen zuständig. Um jedoch nennenswerte Einnahmen in den Bereichen zu erzielen, gilt es erst, die entsprechende Hardware zu verbreiten – und das wäre mit einem tiefen Preis einfacher.

Innerhalb von nur sechs Monaten – so Bajarin – könnte Amazon die Preisdifferenz durch Einnahmen aus dem Verkauf von Content wieder ausgleichen und nach dieser Zeitspanne erste Gewinne erzielen. Erfahrungen mit einem ähnlichen Geschäfts-Konzept hat Amazon bereits durch den E-Book-Reader Kindle sammeln können. Der Kindle wird ebenfalls subventioniert – für die Gewinne sind die Buchverkäufe für das Gerät verantwortlich.

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(Marco Schürmann | Quelle: winfuture.de)

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