Wired kommt nach Deutschland

7. September 2011, 12:02 Uhr | Archiv

Morgen kommt die erste deutsche Ausgabe des Digitalkultur- und Wissensmagazins ins Kiosk. Das Heft erscheint gemeinsam mit der Oktoberausgabe des Männer-Stil-Magazins GQ Gentlemen’s Quarterly, zeitgleich wird auch die WIRED-iPad-App im iTunes-Store erhältlich sein.

Ausschnitt aus der ersten deutschen Ausgabe des Magazins - (Quelle: WIRED)

Wie die amerikanische WIRED, die 1993 im Silicon Valley gegründet wurde, steht auch die deutsche Ausgabe des Condé Nast-Titels für eine Themenmischung aus Technologie, Lifestyle, Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur. „Weltweit ist WIRED zu einem Navigator für alle geworden, die sich für Innovationen interessieren und wissen wollen, was als Nächstes kommt“, sagt Thomas Knüwer, der die Entwicklungsredaktion für die vorerst einmalige Ausgabe geleitet hat.

Folglich präsentiert auch die deutsche WIRED auf ihren 134 Seiten visionäre und überraschende Themen und Fakten – strukturiert in die Ressorts „Start“, „View“, „Fetisch“, „Think”, „Play” und „FAQ”. Zu den Autoren der ersten deutschen WIRED zählen unter anderen der TV-Journalist und Blogger Richard Gutjahr, der Architekt und Kurator Friedrich von Borries, die Buchautorin Anke Gröner, die Journalisten Thomas Wiegold und Mario Sixtus sowie der Mathematiker und Philosoph Gunter Dueck, der erklärt, dass uns die These von FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher zur Auslagerung des Gedächtnisses zu Google keine Sorgen bereiten muss. WIRED-Autor Michael Moorstedt tauchte für seine Recherche in die Tiefen des „Darknet“ ein und beschreibt die Leichtigkeit, mit der im Netz Drogen und andere Illegalitäten verfügbar werden, und die korrespondierende Hilflosigkeit der Behörden.

Das Herzstück der Ausgabe, das zentrale, knapp 30-seitige Dossier, ist deutschen Vordenkern und Visionären gewidmet. Thomas Knüwer hinterfragt in seinem Auftakt-Essay, warum in Deutschland die innovationsfreudigen „Geeks“ häufig zu „Freaks“ abgestempelt werden. Er fordert mehr Aufmerksamkeit und Unterstützung für die Vordenker, die Deutschland als Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort voranbringen. Jeff Jarvis, einer der weltweit bekanntesten Medienvordenker, pflichtet ihm in seinem Beitrag bei und erklärt, warum er Johannes Gutenberg – Deutschlands ersten „Geek“ – für den Schutzpatron des Silicon Valley hält. Im Hauptteil des Dossiers stellt WIRED Menschen vor, die für Fortschritt aus Deutschland stehen.

Einen Vorgeschmack aufs Heft gibt eine Leseprobe, die den Facebook- und Online-Fans von GQ geboten wird – hier sind exklusiv ab dem 8. September acht Seiten aus der ersten Ausgabe zu lesen. Die Ankündigung der Erstausgabe schlug in den deutschen Blogs große Wellen. „WIRED beantwortet die Fragen von morgen und stellt die Themen und Menschen vor, die unsere Zukunft prägen. Dass es daran großes Interesse gibt, zeigen auch die vielen Reaktionen und regen Diskussionen rund um den deutschen Launch im Netz“, so Moritz von Laffert, Herausgeber von Condé Nast in Deutschland. „Ein Start-up hat Erfolgsaussichten, wenn es ein einzigartig positioniertes und perspektivreiches Konzept hat. Beides trifft für WIRED in Deutschland zu. Sozusagen in Start-up-Mentalität haben wir der Marke darum die kreative und budgetäre Freiheit für einen ersten Auftakt in Deutschland eingeräumt – ohne dem Titel von vornherein ein serienoptimiertes Korsett zu verpassen“, so von Laffert zu dem ungewöhnlichen Magazinprojekt.

Ungewöhnlich war auch der Entstehungsprozess der deutschen WIRED. Das neuformierte Team konzeptionierte App und Printausgabe parallel aus einem Guss. In die Entwicklungsphase wurden die Leser und Fans der Marke von Beginn an involviert. Der Redaktionsblog auf WIRED.de gab dabei Einblicke und lud ein, zu diskutieren und Themen vorzuschlagen. Dem offenen Dialog stellte sich auch Moritz von Laffert – seine Antworten auf die Fragen der User zum Projekt werden heute auf WIRED.de zu lesen sein.

Ausschnitt des Covers - (Quelle: WIRED)

Mit einer Startauflage von 160.000 Exemplaren ist WIRED zunächst zusammen mit GQ zum regulären Heftpreis von 5 Euro erhältlich und kommt nach der Bundle-Phase mit GQ 10/11 als Stand-Alone-Titel zum Preis von 3,80 Euro separat an den Kiosk. Die iPad-App kostet 2,99 Euro und enthält neben den tabletoptimiert aufbereiteten Inhalten der Printausgabe zahlreiche Zusatzfeatures, wie Videoportraits einiger im Dossier vorgestellter deutscher Geeks, sowie Videos von Jeff Jarvis und Richard Gutjahr und diverse multimediale Funktionen wie 360-Grad-Ansichten vorgestellter Gadgets, Zoom- und Akustikeffekte.

Zu den Werbekunden der ersten Ausgabe zählen unter anderem BMW, Lenovo, O2, Canon, Intel, Hewlett-Packard, Sky und Bang&Olufsen. „WIRED richtet sich an eine Leserschaft, die sehr anspruchsvoll und schwer zu erreichen ist. Das haben unsere Werbepartner schon vor dem Launch erkannt und viele haben dabei die Möglichkeiten für eine crossmediale Kampagnengestaltung in Print und auf der iPad-App sowie den Synergieeffekt durch die Kombination mit GQ genutzt. Mit der Resonanz im Werbemarkt sind wir daher ausgesprochen zufrieden“, kommentiert Wolfgang Winter, Senior Publisher von GQ und WIRED.

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(Marco Schürmann | Quelle: Pressemeldung)

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