Computer machen Journalisten ersetzbar

13. September 2011, 8:47 Uhr | Archiv

Die klassischen Medien gerieten in den vergangenen Jahren durch technische Innovationen immer wieder unter Zugzwang – der Wandel des Medienkonsums in Richtung Internet ist für die meisten Publikationen nach wie vor eher ein Problem als Chance. Mit immer intelligenteren Computern kommt nun jedoch eine weitere Gefahr auf die Journalistenbranche zu.

Quelle: Pixelio // Fotograf: Oleg Rosental

Während automatische Texterzeugung durch Computer bislang eher hölzerne Ergebnisse geliefert hat, will ein US-Start-up nun einen Weg gefunden haben, Computer so schreiben zu lassen als wären sie Menschen, schreibt die New York Times. Der Algorithmus wurde von Narrative Science erstellt – einem Unternehmen, das sich mit der Verbesserung künstlicher Intelligenz in Bezug auf Journalismus beschäftigt. Die Software kann aus reinen Daten, wie Sportergebnissen oder Wirtschaftszahlen gut lesbare Artikel erstellen. Laut der Firma ist der Leser kaum in der Lage, einen Unterschied zu einem herkömmlichen Text zu erkennen. Journalisten müssen dennoch nichts befürchten, schränken die Gründer ein. Die Technologie soll in erster Linie Bereiche abdecken, die bislang in Medien keinen Platz hätten.

Lokale Sportereignisse oder Zusammenfassungen von wirtschaftlichen Vorgängen – für derartige Elemente in Zeitungen oder auf Nachrichtenwebsites könnten künftig Computer verantwortlich sein. Ob intelligente Computer in ferner Zukunft den Journalismus übernehmen könnten, sorgt nun für Diskussionen. Die Vorhersage, dass in 20 Jahren ein Computer den Pulitzerpreis gewinnen könnte, hält Kris Hammond, einer der Chefs von Narrative Science, aber schon für zu vorsichtig.

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(Georg Eckelsberger/Daniel Schürmann | Quelle: pressetext.com)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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