Paywall der New York Times erfolgreich

15. September 2011, 8:18 Uhr | Archiv

Vor etwas über zwei Jahren hat die New York Times angekündigt, die eigene Webseite mit einem Bezahlsystem ausstatten zu wollen. Damit, so der Plan, wollte man Umsatz durch die Besucher generieren, die die Inhalte der Webseite lesen wollen. Viele kritisierten den Schritt und sahen eine negative Zukunft. Nun stellt sich heraus, die „Paywall“ ist ein Erfolg.

Quelle: Pixelio | Fotograf: tommyS

Nachrichten im Internet gelten noch immer landläufig als „kostenlos“. Die New York Times war eine der ersten Zeitungen, die wieder den Schritt zu einem Bezahlsystem wagten. Kritiker meinten, es gäbe keine Chance, da die Besucher ihre News schlichtweg woanders im Internet lesen würden. Zwar sind die Besucherzahlen auf der Webseite wohl zurückgegangen und es zahlen auch eher weniger Personen für die Artikel auf der Webseite, dennoch hat die Paywall einen großen Erfolg für die Zeitung gebracht – im Print-Bereich.

Kurz nachdem die New York Times ihre Paywall aktiviert hatte, verkündete man mit Stolz, bereits 100.000 Online-Abonnenten zu haben. Doch auch die Abo-Zahlen der gedruckten Ausgabe sind wieder in die Höhe gegangen. Der Grund: Die Kosten der Druckausgabe liegen bei rund 600 US-Dollar im Jahr, die Webseite war bis zur Paywall gratis. Warum also für die Druckversion der News so viel Geld zahlen werden sich viele gedacht haben. Nun da die Webseite auch bezahlt werden muss, steigen die Verkäufe der gedruckten Ausgabe; sowohl die wöchentlichen Abos wie auch die Wochenend- und Sonntagsausgaben.

Die Paywall auf der Webseite hat also auch einen guten Einfluss auf die Print-Ausgabe. Weitere Informationen gibt es hier und hier. Was meinen Sie zu dem Thema? Tauschen Sie sich über die Kommentarfunktion mit unseren anderen Lesern aus. Zudem können Sie sich täglich über unsere Facebook-Seite auf dem neuesten Stand halten oder dort unsere Beiträge kommentieren.

(Daniel Schürmann | Quelle: mediabistro.com, businessinsider.com)

Über den Autor

Bernd Zipper
Gründer und CEO von zipcon consulting GmbH, einem der führenden Beratungsunternehmen für die Druck- und Medienindustrie in Mitteleuropa. In den unterschiedlichsten Kundenprojekten begleiten der Technologie- und Strategieberater und sein Team aktiv die praktische Umsetzung. Er entwickelt Visionen, Konzepte und Strategien für die im Printerstellungsprozess beteiligten Akteure der unterschiedlichsten Branchen. Bernd Zipper ist Initiator der E-Business Print Online Studie (EPOS) und neben seiner Beratertätigkeit auch Autor, Dozent sowie gefragter Referent, Redner und Moderator. Seine visionären Vorträge gelten weltweit als richtungsweisende Managementempfehlungen. (Profile auch bei Xing, LinkedIn und GooglePlus).

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